Nach der Zwangspause Der OFV muss direkt zurück in den Wettkampfmodus

Felix Gieger
OFV-Kapitän Marco Petereit (rechts) und seine Kollegen stehen in den kommenden Wochen vor einem Mammutprogramm. Bis zum 4. Juni stehen noch sechs Spiele an. Foto: Fleig

Zwei Spiele musste der Offenburger FV zuletzt coronabedingt aussetzen, am Samstag geht es wieder weiter. In der Tabelle ist der OFV zwar auf Rang drei abgerutscht, hat aber dank Patzern der Konkurrenten noch alles in der eigenen Hand.

Verbandsliga: Offenburger FV – DJK Donaueschingen (Samstag, 14.30 Uhr). Es war der 24. April, als die Offenburger letztmals im Wettkampfmodus waren. In Elzach spielte der Titelaspirant 2:2, danach wurde er durch einen Corona-Ausbruch im Team ausgebremst. Am Samstag geht es nun wieder los, das erste von sechs Spielen in drei Wochen steht an. Ein Überblick über vier Punkte, die den OFV derzeit beschäftigen.

Die Corona-Zwangspause

"Nach vier Unentschieden nicht eingreifen zu können, das war eine Situation, mit der man erst mal umgehen muss. Es ist wichtig, dass es jetzt mit dem Wettkampf weitergeht", sagt Trainer Benjamin Pfahler, der wie acht seiner Spieler von Corona betroffen waren. In dieser Zeit übernahm sein Co-Trainer Sascha Ruf die Einheiten, mittlerweile ist die Mannschaft aber mehr oder weniger komplett. Bei zwei Spielern merke man bei Belastung noch Nachwirkungen, sagt Pfahler.

Fürs Wochenende plant er auf "gewissen Positionen ein Job-Sharing", um die Belastung zu verteilen. Denn bereits am Mittwoch geht es weiter, der Corona-Ausbruch hat dem OFV zwei "englische Wochen" in Folge beschert. "Das ist auf jeden Fall kein Vorteil nach den Corona-Infektionen", sagt Pfahler mit Blick auf die Belastung.

Das Meisterrennen

Während der OFV pausieren musste, konnte die Konkurrenz im Titelkampf punkten. Doch auch der Tabellenführer FC Denzlingen und der mittlerweile Zweite aus Waldkirch ließen Zähler liegen. Denzlingen kassierte in Auggen in der Schlussphase den Ausgleich, Waldkirch verspielte am Mittwochabend bei der DJK Donaueschingen eine 2:0-Führung und kam nicht über ein 2:2 hinaus. In der Tabelle sind die Offenburger nun also nur noch Dritter, haben jedoch drei Spiele weniger als die beiden Teams aus dem Elztal absolviert. "Wenn wir erfolgreich sind, haben wir alles in der eigenen Hand", sagt Pfahler zur Tabellenkonstellation.

Denn zum Ersten sind es nur vier Punkte, Waldkirch ist zwei Zähler vor dem OFV. "Es wird sich in den beiden Heimspielen gegen Donaueschingen und Endingen zeigen, ob wir aufschließen können", sagt Pfahler. Da Denzlingen am Wochenende spielfrei hat, könnte sich sein Team mit sechs Punkten in zwei Spielen schon am Mittwoch in Nachholpartie gegen Endingen die Tabellenführung zurückholen.

Das Restprogramm

Auf die restlichen Spiele angesprochen, ist Pfahler komplett im Bilde, ohne Nachdenken kann er die restlichen sechs Gegner der Offenburger nennen. Mit Donaueschingen und Endingen kommen morgen und am Mittwoch zwei Kellerkinder in die Ortenau, kommendes Wochenende geht’s zum ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Weil. Es folgen Spiele gegen Radolfzell (erneut an einem Mittwoch), zu Hause gegen Auggen und am letzten Spieltag kommt es möglicherweise zum entscheidenden Spiel in Denzlingen.

"Gerade auswärts ist das ein schwieriges Restprogramm", sagt Pfahler, denn außer für Auggen geht es für alle Gegner selbst noch um einiges in der Tabelle. Das ist beim OFV nicht anders. "Wir haben ein wichtiges Ziel vor Augen", sagt Pfahler. "Wir müssen da sicher an unsere Grenze gehen", glaubt er, auch mit Blick auf die zweiwöchige Zwangspause und die beiden Mittwochsspiele.

Das Spiel am Samstag

Der kommende Gegner befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Abstiegssorge und Pokaleuphorie. Denn am 21. Mai kämpft die DJK Donaueschingen in Lahr um den Sieg im Verbandspokal, in der Liga beträgt der Abstand zum rettenden Ufer jedoch schon acht Punkte. Wie gefährlich der Gegner sein kann, musste am Mittwoch auch das Topteam aus Waldkirch beim 2:2 erfahren. "Wir dürfen sie nicht unterschätzen und müssen von Beginn an wach sein", sagt Pfahler mit Blick auf den kommenden Gegner, die in Stephan Ohnmacht einen "für diese Liga sehr, sehr guten Stürmer" in ihren Reihen haben.

Beim OFV sind die Einsätze von Markus Feger, Noah Hirt und Dimitrios Tsolakis fraglich, Naim Jaaouf hat sich im Training wohl die Nase gebrochen und wird fehlen. Diese Spieler werden also für besagtes "Job-Sharing" eher nicht zur Verfügung stehen. Unabhängig davon ist das Ziel ganz klar ein Heimsieg, um sich für das spannende Saisonfinale in Position zu bringen.

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