Nach 44 Jahren Feuerwehr Mühlenbachs Kommandant hört auf

Christine Störr
Friedrich Uhl sitzt bald nicht mehr als Kommandant in der Mühlenbacher Feuerwehr-Zentrale. Er scheidet nach seinem 65. Geburtstag aus. Foto: Störr

Mühlenbachs Feuerwehrkommandant Friedrich Uhl wird im Rahmen der Hauptversammlung am heutigen Samstag aus dem Amt verabschiedet. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten blickt er auf seine aktive Feuerwehrzeit zurück.

Mühlenbach - Der Oberbrandmeister hat das 65. Lebensjahr erreicht und scheidet damit vorschriftsmäßig aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Seine aktive Zeit begann bereits im Jahr 1978. Zwei Jahre später absolvierte er die Grundausbildung und bildete sich 1980 zum Truppmann und 1983 zum Gruppenführer weiter. Er absolvierte 1989 das Leistungsabzeichen in Bronze und belegte 1999 schließlich den Zugführer-Lehrgang. Von 1998 an trug er Verantwortung als stellvertretender Kommandant und übernahm im Jahr 2012 schließlich das Amt des Kommandanten.

Auf die Frage, warum er sich schon so lange in der Kommandantur engagiert, erklärt Fritz Uhl ohne zu zögern: "Ich bin Feuerwehrmann mit Leib und Seele." Es sei für ihn gar keine Frage gewesen, als er wegen des Stellvertreter-Postens gefragt wurde.

Doch bei aller Leidenschaft für die Mühlenbacher Feuerwehr habe er es sich gut überlegt, ob er den Posten des Kommandanten annehmen sollte. Schließlich saß er damals noch für die CDU im Gemeinderat, wo er insgesamt 20 Jahre aktiv war und hatte in der heimischen Landwirtschaft alle Hände voll zu tun.

Nachdem er sich dazu entschlossen hatte, den Posten anzunehmen, wurde 2013 zuerst einmal das 75-jährige Jubiläum der Feuerwehr mit einem großen Fest gefeiert. Daran erinnert sich Fritz Uhl sehr gerne.

Zwei Großeinsätzein kurzer Zeit

Dass dann 2014 mit den Bränden des Bührerhofs im Januar und des Kussenhansenhofs im März innerhalb kürzester Zeit die Einsatzleitung bei Großschadenslagen gefragt war und 2016 der Schwabenhof brannte, stellten große Herausforderungen dar. Mit der Führungsgruppe und dem Kreisbrandmeister habe er Unterstützung gehabt, doch die Bilder würden bleiben.

Nachdem mit der Amtsübernahme schnell klar gewesen sei, dass er als Kommandant nicht alle Aufgaben selbst bewältigen könne, habe er früh mit der Aufgabenverteilung innerhalb des Feuerwehr-Ausschusses begonnen. Im April 2017 folgte dann der Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrhauses, in das der scheidende Kommandant viel Zeit investiert hat.

Für die Nachfolge von Friedrich Uhl könnte sein bisheriger Stellvertreter Pascal Uhl gewählt werden. Der mögliche neue stellvertretende Kommandant könnte Enrico Tessitore werden. Wahlen und Verabschiedungen finden im Rahmen der Hauptversammlung statt. Diese ist am heutigen Samstag, 5. März, um 20 Uhr im Mühlenbacher Feuerwehrhaus.