Mühlenbach Ringer investieren in den Nachwuchs

Der neue VfK-Vorstand mit Michael Wölfle (hinten von links), Paul Vollmer, Bürgermeisterin Helga Wössner, Stefan Brucker, Joshua Neumaier, Armin Hansmann, Daniel Neumaier, Hermann Leber und Matthias Ketterer sowie (vorne von links) Andrea Neumaier, Elfriede Volk, Kathrin Neumaier und Lena Lorenz Foto: Bauer

Mühlenbach - Die Erfolgsgeschichte des VfK Mühlenbach kann weiter geschrieben werden: Der drittgrößte Verein im Ort hat während seiner Hauptversammlung zurückgeblickt und durch Neuwahlen die Weichen für die Zukunft gestellt.

VfK-Vorstand Matthias Ketterer entschuldigte sich bei seiner Begrüßung quasi für die Irr-Wege des Deutschen Ringerbunds, der mit seinen Liga-Entscheidungen den Deutschen Ringsport auf ein Abstellgleis manövrierte, und laut Donaukurier alle deutschen Athleten, welche für die fünf Teams der DRL gerungen hatten, international für ein Jahr sperrte. "Für die Ringsportbegeisterten und unsere Zuschauer ist dies fast nicht mehr nachvollziehbar", stellte Ketterer fest.

Von den Mühlenbacher Vorzeige-Athleten waren davon immerhin Florian Neumaier und Peter Öhler betroffen, die ihre Vereine deswegen wechselten. "Auch die jährlich neuen Regeln und neue Gewichtsklassen verunsichern unsere Zuschauer, die nicht mehr wissen, wo sie stehen", fuhr der Vorstand fort. Er wünschte sich für die Zukunft, dass die Leute wieder verstärkt in die Halle kommen, am besten auch gleich Mitglied werden und jeden Samstag beim Heimkampf ein volles Haus. "Um Werbung für den geilsten Verein von Mühlenbach zu machen" – so Ketterer wörtlich – "soll jeder von uns mindestens ein Plakat für unsere Heimkämpfe aufhängen. Für jeden muss sichtbar werden, dass Ringen eine tolle Sportart ist und unser VfK ein besonderer Verein", schloss Matthias Ketterer.

Schriftführern Kathrin Neumaier meinte süffisant: "Ich will euch mal berichten, was der geilste Verein von Mühlenbach noch so alles zu bieten hat". Mehr als 20 Kinder absolvierten mehrere Trainingseinheiten mit dem Welt- und Europameisterschaftsteilnehmer Peter Öhler. Aufgrund einer Spende durch die Sparkasse Haslach-Zell konnte ein Vereinsbus angeschafft werden. Viele Aktivitäten, wie etwa die Alteisensammlung durch die Jugendlichen, das Jugendzeltlager oder der Vereinsausflug, sorgten für reichlich Abwechslung und gute Laune.

Die Mannschaftsführer Markus Burger und Daniel Neumaier blickten dann auf die Ringer-Saison 2017 zurück, wo das Saisonziel "Nichtabstieg" mit dem sechsten Platz mehr als erfüllt wurde. Stolz war der Verein auf Florian Neumaier, der durch seine Nominierung Werbung für Mühlenbach bei den Welt- und Europameisterschaften in Serbien und Paris machte.

Auch für Kassierer Armin Hansmann ist der VfK der "geilste Verein" in Mühlenbach. Im Durchschnitt konnte er 150 Zuschauer pro Heimkampf begrüßen. Das Derby gegen den KSV Hofstetten machte die Hälfte des gesamten Etats aus, weshalb man bedauerte, dass der KSV Hofstetten aufgestiegen ist.

Erfreulich ist die Jugendarbeit, wo man derzeit über 60 Kinder zählt. "Unsere Zukunft ist die Jugend, auf die wir setzen. Deshalb investieren wir gerne einen Etat von mehr als 10 000 Euro", so Hansmann. Von den 230 Mitgliedern sind 100 unter 15 Jahre jung, freute er sich.

Bürgermeisterin Helga Wössner, die für die Entlastung des Vorstands sorgte und die Neuwahlen leitete, war beeindruckt vom VfK. "Ich möchte den Verein gerne privat unterstützen und Mitglied werden", sagte sie spontan, wofür sie viel Applaus erhielt. Bei den Neuwahlen hatte sie dann ein leichtes Amt, denn der Verein hatte im Vorfeld alles bestens vorbereitet (siehe Info).

Nach der Wahl setzt sich der Vorstand des VfK zusammen:

Vorsitzende: Matthias Ketterer und Hermann Leber

  Schriftführerin: Kathrin Neumaier

  Marketing: Alexander Leber

  Kassierer: Armin Hansmann und Lena Lorenz

 Wirtschaftsbetrieb: Paul Vollmer

  Mannschaftsführer: Daniel Neumaier und Joshua Neumaier

 Jugendleiter: Stefan Brucker und Michael Wölfle

 Beisitzerrat: Andrea Neumaier, Elfriede Volk, Selina Müller und Marco Neumaier

  Kassenprüfer: Josef Neumaier und Isidor Burger