»Mordsgaudi« in Oberschopfheim Frühlingsfest lockt mehr als 300 Gäste an

Christine Bohnert-Seidel

Eine "Mordsgaudi" hat beim Frühlingsfest mit dem Oberschopfheimer Musikverein in der Auberghalle geherrscht. Garant für die gute Stimmung waren die "Filter Länder" mit handgemachter Blasmusik.

Oberschopfheim. Alle 40 vorbereiteten Tische waren beim Frühlingsfest am Samstag in Oberschopfheim belegt. Aus der Reserve wurde angebaut und den Gästen ein unvergesslicher Abend bei fetziger Musik und guter Laune beschert. Selbst auf der eigentlichen Tribüne standen Tische, schließlich wurde die Band in der Mitte der Halle platziert.

Bereits im Vorfeld waren 300 Karten verkauft. An der Abendkasse gingen ebenfalls einige Karten über den Tisch. Hähnchen und Fleischkäse sorgten für beste Grundlagen für eine Maß Bier. Die Eröffnung übernahmen Bürgermeister Erik Weide und Ortsvorsteher Michael Jäckle mit dem Fassanstich. "Das hat mittlerweile Tradition", erklärt Jonas Liedel, Mitglied im Vorstand des Musikvereins, gegenüber der LZ.

Philip Buckley, gebürtiger Ire, fand seinen größten Spaß beim Nagelspiel. Wer zuletzt den Nagel in den Spaltklotz rammte, gab in der Regel eine Runde "Zielwasser" aus. Um Hochprozentiges ging es derweil den Handball-Damen aus Friesenheim nicht. Eigentlich hätten sie am Samstagabend vor dem Besuch in der Auberghalle ihr Turnier gegen die Damenmannschaft in Unterharmersbach absolviert. Das Spiel wurde jedoch abgesagt – also verbrachten sie weniger Zeit auf dem Spielfeld als vielmehr damit, sich Frisuren zu flechten.

Auf der Bühne waren die "Filter Länder" bestens gelaunt. Während die ersten eineinhalb Stunden musikalische Unterhaltung den Polkas und der Egerländer Musik gehörte, blieb der maßgebliche Teil des Abends der Tanzmusik vorbehalten. Vor allem deutsche Pop- und Rocksongs kamen sehr gut an und ließen die Gäste munter das Tanzbein schwingen.

Dass hinter den Kulissen kurzfristig umgeplant werden musste, fiel dabei gar nicht auf. Denn fünf der Helfer sind aufgrund einer Covid-19-Erkrankung ausgefallen. Kurzum haben sich andere Musiker bereit erklärt, die gefüllten Tabletts an die Tische zu bringen. Insgesamt 43 Helfer waren im Einsatz.

Mittlerweile ist das Frühlingsfest eine der Haupteinnahmequellen im Musikverein – es hat das Herbstfest abgelöst.

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