Mit bis zu Tempo 180 Halsbrecherische Flucht endet an einem Baum

Felix Bender
Die Polizei fahndete in der Nacht auf Freitag mit einem Großaufgebot nach den beiden Verdächtigen. Foto: Bockwoldt (Symbol)

Eine waghalsige Verfolgungsjagd endete in der Nacht auf Freitag mit zwei Festnahmen. Die Hintergründe sind noch unklar.

Neuried – Ein Zeugenhinweis brachte kurz vor 4 Uhr die Szenerie ins Rollen, berichtet die Polizei. Ein silberner Renault mit französischem Kennzeichen sei auffällig durch Schutterwald gefahren – so als hätten die Insassen die Gegend auskundschaften wollen. Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Offenburg wollte den Wagen wenige Minuten später kontrollieren. Indes: Der Fahrer trat aufs Gas und flüchtete.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern raste das Auto in Richtung französischer Grenze, kam dabei allerdings auf der L 98 von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Als die Polizisten am Unfallwagen ankamen, lief zwar noch der Motor, doch das Fahrzeug war leer.

Neben etlichen Streifenfahrzeugen waren bei der eingeleiteten Fahndung auch ein Polizeihubschrauber sowie die Hundestaffel und Drohnenführer im Einsatz. Die hartnäckige Suche zahlte sich laut Polizei aus: Gegen 7.30 Uhr nahmen Beamte der Bundespolizei zwei Männer, die nahe der Grenze in einem Gebüsch lagen, vorläufig fest. Das Duo befinde sich derzeit auf dem Polizeirevier Offenburg.

Die Frage, ob die beiden mit dem verunfallten Renault in Verbindung stehen, ist ebenso Gegenstand der angelaufenen Ermittlungen wie die Hintergründe der nächtlichen Aktion.

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