Meisterschaft in Ottenheim Gespann-Fahrer-Elite kämpft um deutschen Meistertitel

Thorsten Mühl
Auch Dominik Hamm vom RFV Ottenheim startet beim Turnier in Ottenheim. Im Vorfeld testete der M-Fahrer, hier mit Beifahrer Elmar Trunkenbolz und Pferd "Diva", bereits ausgiebig auf der Geländestrecke. Foto: Mühl

In Ottenheim trifft sich ab dem morgigen Donnerstag die Gespann-Fahrer-Elite Deutschlands und kämpft um den deutschen Meistertitel. Vier Tage lang werden sich die Fahrer mit ihren Pferden in Dressur, Gelände- und Hindernisfahren messen.

Ottenheim wird ab Donnerstag vier Tage lang zum Mittelpunkt des bundesdeutschen Gespannfahrer-Wesens. Der Reit- und Fahrverein (RFV) Ottenheim fungiert als Ausrichter der "deutschen Meisterschaften Einspänner Pferde und Ponys" sowie "Aktive mit Handicap".

Seit 2005 veranstaltet man im Ried regelmäßig überregionale Meisterschaften, "die jetzigen Titelkämpfe sind aber ohne Zweifel einer der Höhepunkte unserer Vereinshistorie", unterstreicht RFV-Vorsitzender Elmar Trunkenbolz. Rund 80 Aktive sind während die Turniertage im Einsatz, davon nehmen 47, inklusive neun Para-Aktiven, an den Konkurrenzen der Klasse S auf Bundesebene teil.

"Wir haben in den Bereichen Pferde, Ponys und Para die besten Aktiven und stärksten Pferde am Start. Die DM ist ein Pflichttermin für eine WM-Nominierung. Wer also bei der Weltmeisterschaft dabei sein will, muss sich in Ottenheim stellen und Leistung zeigen", skizziert Trunkenbolz. Gemeldet haben bei den Pferden unter anderem Claudia Lauterbach (Dillenburg), Dieter Lauterbach (Kelkheim), Rolf Saar (Sinzheim) und Lokalmatador Fabian Gänshirt (Ottenheim).

Die Pony-Wettbewerbe nehmen unter anderem Steffen Brauchle (Schloss Kapfenburg) und Anna Genkinger (Hof Georgenau) in Angriff. "Der gesamte Einspänner-Nationalkader Pferde und Ponys ist vertreten, was die Bedeutung der Veranstaltung nochmals unterstreicht", sagt Vorsitzender Trunkenbolz. Im begleitenden Rahmenprogramm der Deutschen Meisterschaften werden Besucher Wettbewerbe der Klasse M zu sehen bekommen. "Wir wollten auch Aktiven aus der Region Gelegenheit geben, sich beim Turnier zu zeigen. Das ist uns als Verein ebenfalls besonders wichtig", erzählt Trunkenbolz. So starten in diesem Bereich beispielsweise Marco Frenk, Dominik Hamm (beide Ottenheim), Björn Kern (Hürsterhof) oder auch Monika Fleig (Meißenheim). Wie gewohnt fallen sämtliche Entscheidungen als kombinierte Wertung aus den drei Teilprüfungen Dressur, am Donnerstag und Freitag, Gelände am Samstag und Hindernisfahren am Sonntag.

RVF Ottenheim Fahrer mit Außenseiterchance

Gerade der Samstag verspricht auf der erweiterten Geländestrecke im und um den Natursportpark an der Rheinstraße spektakuläre Fahrerlebnisse. Dafür wurden in Abstimmung mit Parcourschef Uwe Fuchs entsprechend frühe Weichen gestellt.

"Die Gespanne müssen sieben anspruchsvolle Hindernisse meistern, darunter das Labyrinth oder das Kaaree an der Tramschiene", beschreibt der RFV-Vorsitzende. Seit acht Monaten laufen die Vorbereitungen rund ums Turnier, bei dem der Verein durch gut 30 Helfer in verschiedensten Funktionen unterstützt wird. Einzig das Wetter ist nicht beeinflussbar, abgesehen davon wurde nichts dem Zufall überlassen. "Das wechselhafte Wetter der vergangenen Tage war ideal, die Böden sind tipptopp in Schuss", weiß Elmar Trunkenbolz. Die DM-Wettbewerbe werden von insgesamt fünf Richtern der Klasse S, drei national, zwei international, begleitet und bewertet. Auch hier sind die Anforderungen entsprechend hoch. Wenn es um die Einschätzung der Chancen für die eigenen Aktiven angeht, gibt sich Ottenheims Vorsitzender entspannt: "Es ist eine Auszeichnung, einen Fahrer unter den Besten bundesweit zu haben. Für Fabian Gänshirt wäre ein Mittelfeld-Platz angesichts der großen Konkurrenz absolut zufriedenstellend. In den M-Wettbewerben sind für die Gastgeber ebenfalls Mittelfeld-Platzierungen drin."

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