Meißenheim Zum Schluss gab’s nochmal Mozart

Nicht nur Mozart, sondern auch Telemann und Zipoli spielte Organist Wieland Meinhold in Meißenheim.Foto: Lehmann Foto: Lahrer Zeitung

Meißenheim (jle). Zu einem Konzert an der "Königin" der Meißenheimer Kirche hat Universitätsorganist Wieland Meinhold eingeladen. Interpretationen von Mozart, Telemann und barocker Stücke standen auf dem Programm.

Bereits zum achten Mal gastierte Meinhold in Meißenheim und ließ die Silbermannorgel erklingen. Zum ersten mal spielte er auch am Orgelpositiv, das er bis zum Eintreffen in Meißenheim noch gar nicht kannte. "Wenn ich aber so etwas sehe, muss ich diese natürlich auch in das Konzert einbinden", erklärte Meinhold, der zum letzten mal vor vier Jahren in Meißenheim zu Gast war. Damals stand die Truhenorgel noch nicht. Passende Stücke für das Orgelpositiv seien die Stücke aus den jungen Jahren Mozarts gewesen.

Pfarrer Heinz Adler freute sich, die Gäste des Konzerts begrüßen zu können. "Gut, dass wir langsam wieder Kirchenmusik genießen können", sagte Adler und gab damit die Moderation an den Universitätsorganisten frei. Ehe er in die Tasten griff, gab Meinhold einen kurzen Überblick über das bevorstehende Programm. Anders als geplant waren nicht nur Mozart-Stücke zu hören, sondern auch Stücke von Georg Philipp Telemann und italienischer Komponisten. Grund hierfür sei, dass nicht alle Stücke an der Orgel gut spielbar seien.

So war beim Konzert Mozart zu hören, insbesondere Stücke aus jungen Jahren und von seinen London-Reisen. Auch Telemann, der französisch geprägte Stücke komponierte, wurde gespielt. Stücke, die er noch nie in Meißenheim gespielt hatte, wie Meinhold betonte. Sanfte Flöten, Höhen und Tiefen waren in seinen Stücken zu vernehmen.

Spenden sind teilweise für Sanierung der Orgel

Die Leichtigkeit des italienischen Barocks nahm ebenfalls einen großen Teil von Meinholds Konzert ein. Domenico Zipoli, Guiseppe Torelli und Alessandro Marcello waren nur einige der Komponisten, deren Stücke er zum Besten gab. Zum Abschluss ertönte nochmals Mozart, bei denen Meinhold nochmals alle Register zog und die Orgel bis zum letzten Ton erklingen ließ.

Die Gäste erfreuten sich an dem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Konzert, was sich auch im Applaus widerspiegelte. Der Organist selbst bat am Ausgang um Spenden, einen Teil davon wollte er für die Sanierung der Orgel zurücklassen. "Es ist eine wertvolle Arbeit, wenn man so ein Schmuckstück pflegt", sagte er.

  • Bewertung
    0