Meißenheim "Krieg darf nie wieder passieren"

Bürgermeister Alexander Schröder (rechts) hielt seine Rede zum Volkstrauertag am Mahnmal bei der evangelischen Kirche in Meißenheim. Mit dabei war auch die Reservistenkameradschaft aus Ichenheim. Foto: Lehmann Foto: Lahrer Zeitung

Meißenheim (jle). Auch in Meißenheim haben am Volkstrauertag viele Menschen der zahlreichen Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Dieses Jahr fand der Gedenktag eine Woche nach dem 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs statt. "Die Ruhe nach dem Sturm war, wie wir heute wissen, die Ruhe vor dem Sturm", erklärte Bürgermeister Alexander Schröder in seiner Ansprache am Mahnmal bei der evangelischen Kirche in Meißenheim. Gut 20 Jahre später begann der Zweite Weltkrieg, der ein Vielfaches an Menschenleben kostete. Der Volkstrauertag war auch Thema im Gottesdienst mit Pfarrer Heinz Adler. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Musikverein Meißenheim.

Schröder betonte, wie wichtig es sei, auch heute noch den Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken, den Tod in einen historischen Kontext zu stellen und die Lektion aus der Geschichte zu lernen und zu verstehen: "Nur Versöhnung, Kooperation und Verständigung schaffen einen dauerhaften Frieden." In sein Gedenken schloss Schröder nicht nur die Gefallenen Soldaten ein, sondern auch die trauernden Familien, den verfolgten und getöteten Menschen, die einem anderen Volk, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder aufgrund von Krankheit oder Behinderungen als lebensunwert bezeichnet wurden. "Krieg, so was darf nie wieder passieren", zitierte Rathauchef Schröder einen Bürger, der ihm dies einmal mit schmerzhafter Erinnerung und Tränen in den Augen gesagt habe. Dazu sei der Volkstrauertag da, um den Frieden anzumahnen.

Am Ehrenmal spielte der Musikverein das Lied "Ich hatte einen Kameraden", Bürgermeister Schröder legte im Namen der Gemeinde ein Gebinde nieder, umringt von den Reservistenkameradschaft aus Ichenheim.

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