Meißenheim Kreativität als gemeinsamer Nenner

Meißenheim - "Miteinander in Kontakt kommen" lautete die Überschrift des Zusammentreffens von Flüchtlingsfrauen und einheimischen Frauen. Doch abgesehen von den Organisatoren blieben die Flüchtlingsfrauen fast unter sich.

Mit einer gemeinsamen Runde im Kreis wurde der Nachmittag für Frauen eröffnet. Zunächst stellten sich die Organisatorinnen Doris Adler, Christa Lechleiter, Irene Leonhardt und Dagmar Scharff vor. Danach setzte man sich in Gruppen zusammen und stellte sich vor. Während die Vorstellung noch von Riedhofbewohnerin Mayram auf arabisch und persisch übersetzt wurde, versuchte man sich im Laufe des Nachmittags mit Händen und Füßen zu verständigen.

Die Sprache sollte nicht im Fokus stehen, sondern das Miteinander. Mayram ist seit zwei Jahren in Deutschland und spricht – ohne einen Deutschkurs besucht zu haben – gut deutsch. In ihrer Heimat hat sie Jura studiert und so persisch und arabisch gelernt. Auch Englisch kann sie verstehen, aber sie spricht nur wenig.

Adler erinnert sich an eine Begegnung mit einem Flüchtlingsmädchen, das sie fragte "Und seit wann sprichst du deutsch?", eine Frage, die das Mädchen wohl häufig begleitet. Nur wenige einheimische Frauen hatten an dem Nachmittag ins evangelische Gemeindehaus gefunden, dennoch war es eine gelungene Veranstaltung.

Beim Basteln helfen sich die Frauen gegenseitig

Nach der Begrüßung traf man sich an den vorbereiteten Tischen, wo gemalt, mit Wolle Bommel gefertigt oder Ketten und Armbänder angefertigt werden konnten. Besonders der Tisch mit den Armbändern und Ketten fand regen Zulauf und an allen Tischen schwirrten verschiedenste Sprachen durcheinander. Man verstand sich, tauschte sich, wo es möglich war, aus.

Einige der Frauen erzählten von ihren Kindern und den Gepflogenheiten ihrer Kultur. Die Frauen halfen sich gegenseitig und bewunderten die geschaffenen Werke. So war das Hauptziel des Tages erfüllt: miteinander in Kontakt zu kommen. Für Mayram sei es eine Form von Respekt, der Einladung zu folgen. So forderte sie die Frauen auf, mitzukommen und einige der Frauen folgten auch dieser Einladung. Das nächste Treffen wurde für den 20. April vorgesehen. Hier steht eine andere Aktion auf dem Plan. Was gemacht wird, verrieten die Organisatorinnen jedoch noch nicht.

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