Meißenheim Hofweier müht sich zum Derbysieg

Im Derby zwischen Meißenheim (in Rot) und Hofweier ging’s ordentlich zur Sache. Am Ende setzte sich der favorisierte HGW knapp mit 25:23 durch. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

In einem spannenden Derby hat sich der Favorit Hofweier knapp durchgesetzt. Beide Seiten haderten am Ende mit dem Schiedsrichtergespann. Derweil hat sich der TuS Altenheim in Elgersweier überhaupt keine Blöße gegeben.

Südbadenliga: HTV Meißenheim - HGW Hofweier 23:25 (9:11). Nur torkelnd erreichten die favorisierten Gäste am Freitag einen knappen Sieg. Hinterher haderten beide Teams nach einem intensiven Spiel mit der Schiedsrichter-Leistung. Die Unterschiede waren nicht groß, nach dem 5:5 (19.) konnte der HGW schließlich zwei Treffer in die Pause retten. "Hofweier hatte nicht seinen besten Tag, wir haben ihnen das Leben schwer gemacht", hielt HTV-Coach Frank Ehrhardt fest.

HGW-Coach kritisiert harte HTV-Abwehr

Genau daran, offensiver Meißenheimer Abwehrarbeit, entzündete sich Kritik von HGW-Trainer Michael Bohn. Als Ausgangspunkt Verletzungen von Fabian Wildt ("Schiris haben einfach nur zugesehen") und Strahinja Vucetic ("sieht nach schwerer Knieverletzung aus") nehmend, schoss Bohn auch Richtung Meißenheim. Gerade das Thema Vucetic ärgerte ihn: "Er war Freiwild. Man hat bis zu seinem Ausscheiden auf ihn eingeschlagen."

Dem Vorwurf begegnete Ehrhardt kühl: "Es war ein hartes Spiel, intensiv geführt, keine Frage. Aber Hofweierer Akteure sind auch nicht als zurückhaltend bekannt. Dass das unfair gewesen sein soll, ist Quatsch." Im Laufe der zweiten Hälfte gelang es dem Favorit, mehr Distanz zwischen sich und Meißenheim zu bringen. 10:13 (34.) und 14:17 (43.) legte der HGW vor, doch Meißenheim biss sich zurück, holte zum 17:17 (46.) und, trotz doppelter Unterzahl, 21:21 (55.) auf. Bohn führte an, seine Mannschaft habe die frühzeitige Entscheidung verpasst, "so ganz war Steißlingen noch nicht aus dem Kopf".

Ehrhardt hadert mit Entscheidung am Ende

Frank Ehrhardt machte seinem Team ein Kompliment, "die Moral war trotz vieler Unterzahl-Phasen intakt". An der Situation nach dem 23:24 in den letzten 60 Sekunden entzündete sich allerdings seine Kritik an den Unparteiischen: "Statt Abwehr durch den Kreis und möglichem Siebenmeter wird uns ein Stürmerfoul attestiert. Das war ebenso entscheidend wie vor 14 Tagen gegen Herbolzheim. Dass sich die Spieler darüber ärgern, verstehen ich. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt." Meißenheim: Velz; Dustin Ammel, Engel 8/1, Dennis Ammel 3, Fortin 4, Schröder, Gambert 1, Nickert 5, Häß, Zürcher, Jochheim, Hügli 2. Hofweier: Nikolic, Herbert; Wildt 1, Spraul, Blasius, Schade 1, Vucetic 8/1, Bächle 1, Kunde 3, Schlampp 3, Knezovic 4, Volk, Dittrich 4, Jankowski. (tom). HC Hedos Elgersweier - TuS Altenheim 25:35 (11:19). Die Gäste legten im Derby einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin, gerieten zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, die Auswärtspunkte einzufahren. Der TuS legte von Beginn an über sämtliche Positionen höhere Bereitschaft an den Tag, schaltete konsequent um und hielt das Tempo gleichbleibend hoch. Zwischenschritte von 3:9 (11.) und 7:17 (22.) legten bereits die eindeutige Richtung offen, in die sich die Begegnung fortentwickeln würde. "Es sind zwei völlig unterschiedliche Mannschaften aufeinander getroffen, das war phasenweise schon ein Klassenunterschied", verdeutlichte Altenheims Coach Michael Schilling. Zur Pause betrug der Abstand zwischen den Kontrahenten weiter acht Treffer.

Altenheim hat keine Probleme in Elgersweier

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich an den Herangehensweisen nichts Entscheidendes. Zwar konnte sich der Hedos in einigen wenigen Minuten einmal auf 16:22 (37.) heran arbeiten, doch schon wenige Augenblicke später lag der Abstand wieder im zweistelligen Bereich. Elgersweier geriet gegen die temporeichen, variablen und auch im Schnitt deutlich jünger besetzten Gäste knallhart an seine Grenzen. "Zum jetzigen Zeitpunkt waren wir möglicherweise der falsche Gegner für sie. Uns ist ein anständiges, gut geführtes Spiel gelungen, mit sicherem Passspiel, guten Tempomomenten und konsequenter Abwehrarbeit", brachte Schilling entscheidende Kriterien für den TuS-Sieg auf den Punkt. Am Ende bildeten zehn Treffer Abstand die Kräfteverhältnisse exakt ab, Altenheim nahm konzentriert zwei Punkte mit. Altenheim: Zölle, Grangé; Sutter 10/3, Pfliehinger 3, Fels, Rudolf 3, Meinlschmidt 4, Farrenkopf 2, Höfer 2, Glunk 4, Daul 3, Kugler 4, Gieringer.

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