Meißenheim HGW-Reserve gehen die Kräfte aus

Kevin Fortin traf sieben Mal für den HTV Meißenheim. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Der HTV Meißenheim zieht weiter einsam seine Kreise an der Tabellenspitze und siegt souverän. Im Derby gegen den HGW Hofweier II hat Schuttern derweil Anlaufschwierigkeiten, setzt sich am Ende aber verdient mit 26:19 durch.

(fg). Landesliga Nord, Männer: HTV Meißenheim - TS Ottersweier 39:27 (19:14). "Es sieht souveräner aus, als es war", sagt HTV-Trainer Frank Ehrhardt über den nächsten Sieg des Tabellenführers. Denn bis zum 14:14 hielt "der erwartet schwere Gegner" gut mit. Erste eine Umstellung in der bis dahin nicht greifenden HTV-Defensive brachte die Meißenheimer in Front. Denn Ehrhardt beorderte seine offensiv deckende Abwehr nach hinten und schon gab’s "tolle Aktionen", die vorne in Tore umgemünzt wurden. So ging es dann mit einem halbwegs komfortablen Vorsprung in die Pause.

Aufbäumen des Gegners bleibt aus

"Ich hätte aber nicht gedacht, dass wir mit zwölf Toren gewinnen", gestand Ehrhardt am Sonntagmittag. Doch das erwartete Aufbäumen der Gäste blieb aus und so war die Partie spätestens beim 28:18 (42.) entschieden. Auch das muntere Durchwechseln Ehrhardts brachte "keinen Bruch" ins Spiel, sodass der HTV am Ende dann sehr souverän den 17. Sieg im 18. Spiel unter Dach und Fach brachte. HTV: Wilhelm, Velz - Engel 2, Ammel 6, Funke 2, Fortin 7, Schröder, Nickert 6, Häß 5, Fleig 4, Lederle 1, Jochheim, Hügli 6. (ps/eb). TuS Schuttern - HGW Hofweier II 26:19 (9:11). "Erste Hälfte hui, zweiter Abschnitt pfui." Damit wäre der Spielverlauf in der Offohalle aus Sicht der Gäste eigentlich schon abschließend skizziert. Genauer wäre aber die Definition: An sich selbst gescheitert, zu viele technische Fehler produziert und beste Möglichkeiten nicht genutzt.

Dabei ließ es sich für die HGW-Reserve gut an, während die Hausherren zu Beginn des Derbys ungewohnt nervös und mit den Gedanken nicht auf Platz agierten. Von den ersten zehn Angriffen wurde gefühlt acht Mal der Ball verloren oder unkonzentriert der Abschluss gesucht. Immer wieder scheiterte man zudem am starken Gästetorhüter und -trainer Tobias Ruf. Dementsprechend führte der HGW nach sechs Spielminuten mit 1:4. Zwar glich Schuttern zum 4:4 aus, doch mehr ließen die Gäste nicht zu. Hofweier bestimmte bis zur verdienten 9:11-Halbzeitführung die Partie.

Aus der Kabine kamen die Schützlinge von TuS-Trainer Axel Schmidt mit wesentlich mehr Elan und Erfolgswillen, als die Gästeakteure. In der 37. Minute beim 15:14 ging Schuttern erstmals im Spiel in Führung. Noch einmal gelang in der 40. Minute beim 15:15 der Ausgleich, doch dann waren offensichtlich die Körner aufgebraucht. Die kaum vorhandenen Alternativen im HGW-Rückraum forderten ihren Tribut. Auch eine Abwehrumstellung von Schmidt tat ihr Übriges. Roman und Henning Einloth wurden durch eine kurze Deckung aus dem Spiel genommen und dadurch Hofweiers Spielaufbau entscheidend gestört. Zudem lief nun Schutterns Keeper Kevin John zur Höchstform auf. Die Einheimischen zogen über 18:15 auf 23:16 (53.) davon. Die Partie war entschieden.

Dementsprechend fiel das Fazit von HGW-Trainer Ruf aus: "Eine verdiente Niederlage. Wir kamen gut ins Spiel haben es aber verpasst weiter wegzuziehen.  Im zweiten Abschnitt hatten wir zu viele technische Fehler, für die uns der TuS über Gegenstoß Tore bestraft hat. Außerdem sind wir zu oft am gegnerischen Torhüter gescheitert."  TuS: K. John, J. John, Kopf 9/3, Leberl 3, Lederer 2/1, Beck, Nienstedt 3, Dittrich 2, Gambert 2, Krajnc, Gündogdu 5, de Weijer. HGW: Ruf, Hilger, Zimmermann, Remmel, Lehmann, P. Isenmann 2, R. Einloth 5/1, Wolber 1/1, Monschein, Graf 1, Eichhorn 3, Hackhofer 1, H. Einloth 3, M. Isenmann 3. (lb). TVS Baden-Baden Sandweier II - TuS Ottenheim 32:24 (17:10). "Hinten schlecht, vorne schlecht, einfach nur schlecht", lautete das ernüchternde Fazit von Ottenheims Coach Ulf Seefeldt. "Wir kommen kaum ins Spiel und es läuft nichts zusammen", gestand Seefeldt, der einen unterdurchschnittlichen Auftritt seiner Jungs mit ansehen musste, "außer Chris hat keiner seine Normalform erreicht, dann wird es halt schwe"“. Die Gastgeber kamen gegen eine indisponierte Defensive der Ried-Sieben mit einfachsten Mitteln zum Torerfolg. Dazu leistete sich Ottenheim im ersten Durchgang eine zehnminütige Kreativpause, in der der TV von 8:5 auf 14:5 wegzog. Resultat war ein klarer Pausenrückstand, der bis zur 48. Spielminute sogar auf elf Tore anwuchs. Mit der Niederlage darf sich Ottenheim als Fünfter nun auch offiziell zum Mittelfeld zählen, das vom Vierten Kehl bis zum 12. Baden-Baden reicht. TuS: Bertsch, Klein; Weißer, Mattes 5, Métier 1, Weide 1, Thielecke, Heimburger, Heim 6, Funk, Berchtenbreiter 5, Schneckenburger 5/3, Ehret 1.

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