Meißenheim Ein letztes Geleit für die Fasent

Ende der tollen Tage: In einem hölzernen Sarg trugen vier Riddler die Puppe, die die Fasent verkörperte, auf den Schulhof in Kürzell, wo aus Strohballen das Grab bereitet wurde. Foto: Lehmann

Kürzell (jle) - Großes Wehklagen hat in Kürzell geherrscht – vorbei ist sie, die fünfte Jahreszeit. Mit lautem Jammern und Weinen wurde die Fasent 2018 in Form einer Puppe verbrannt. Traditionell findet am Fasnachtsdienstag der Kinderumzug der Ridd’l Schdägge statt. Ein närrischer Lindwurm mit bunten Kostümen zog durch Kürzell und endete an der Halle wo zur Kinderfasnachtsparty eingeladen wurde.

Nach der Kinderfasent wurde es ernst – der stellvertretende Vorsitzende Thomas Rheinberger als Pfarrer mit vier Riddlern als Sargträgern im Gefolge verkündete die Fasentverbrennung der diesjährigen Fastnacht. In einem hölzernen Sarg trugen die vier Riddler die Puppe, die die Fasent verkörperte, auf den Schulhof, wo aus Strohballen das Grab bereitet wurde.

Im Gefolge waren nicht nur Zunftmitglieder sondern auch die närrischen Gäste der Kinderfasent. An der Grabstelle angekommen erinnerte Rheinberger an die vielen närrischen Veranstaltungen in der vergangenen Kampagne. Zunftabende und Umzüge wurden besucht, es wurde eine kurze aber intensive Fasnachtszeit erlebt. Gemeinsam stimmten Besucher und Ridd’l Schdägge das Riddler-Lied an.

Ein Weinen ging durch die Runde, als die Riddler die Puppe anzündeten und auch die Kinderaugen blickten betrübt auf das Feuer. Am lodernden Feuer schauten die Zunftmitglieder und die närrischen Gäste mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Ende der fünften Jahreszeit, denn: nach der Fasent ist vor der Fasent.

Auch andernorts im Ried wurde der Fasent ein Ende gesetzt, in Ottenheim beweinten die närrischen Zünfte aus Schwanau das Ende der tollen Tage, in Meißenheim waren es die Hubmattehexe, die den Narrenbaum fällten und die Fasent beendeten.

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