Meißenheim 158 Konserven, die Leben retten können

Für Spender Manfred Nierlin (mit Antje Riehle) war die Aktion in Meißenheim Routine. Der Mitarbeiter der Ortsverwaltung Allmannsweier gab seine 77. Blutspende ab. Foto: Bühler Foto: Lahrer Zeitung

Meißenheim. Bei der Blutspendenaktion des DRK-Ortsverbands Meißenheim/­Schwanau in der Festhalle Meißenheim haben 164 Frauen und Männer das wertvolle Lebenselixier spenden wollen. Sechs durften nicht. Für die 158 Konserven waren vier Ärzte, 22 Helfer und drei Schulsanitäter im Einsatz. Vor allem wird das Blut für die Krebstherapie benötigt. Weiterhin fehlt es an Erstspendern.

"Vor allem wenn jemand eine Chemotherapie erhält, bekommt er automatisch Blutkonserven", sagte Heidi Hönig in ihrer Funktion als Referentin des DRK-Blutspendendiensts. Früher wurde mehr Blut für Unfälle gebraucht. Bevor die Spendenwilligen ihr Blut spendeten, hatten sie einen umfangreichen Fragebogen auszufüllen. Um quasi die Tauglichkeit festzustellen. Ausgeschlossen wurden Spendenwillige, die schon eine Krebserkrankung hatten und Menschen bei denen bereits Hepatitis B oder C festgestellt wurde. Aber auch Menschen, die sich in den vergangen Wochen erkältet hatten oder unter einer Magen-Darm-Grippe litten.

Petra Feger, Ärztin des Blutspendendienstes, verwies im Gespräch mit der Lahrer Zeitung darauf: "Schwangere und Leute, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, dürfen nicht spenden." Feger merkte zudem an, dass Menschen aus Malariagebieten nicht spenden dürfen. Unter den 164 Spendern befand sich unter anderem Werner Krenkel. Der Vorsitzende des Skiclubs Schwanau berichtete: "Ich spende heute zum 40. Mal. Ich verfüge über die Blutgruppe Rhesus-negativ und damit über die gefragteste Blutgruppe." Deutschlandweit verfügen nur ein Prozent über diese seltene Blutgruppe. Seine Ehefrau Doris war mit zum Spenden gekommen.

"Hintergrund ist, dass die Schwiegermutter meines ehemaligen Chefs erkrankt war und dringend Blut gebraucht hat", erläuterte Krenkel seine Motivation. Während sich Manfred Nierlin gerade Blut abnehmen ließ, erklärte der Mitarbeiter der Ortsverwaltung Allmannsweier: "Ich spende heute zum 77 Mal Blut. Wenn ich damit anderen helfen kann, mache ich das gern."

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