Mehr Sicherheit am Friesenheimer Bahnhof Beleuchtung kommt in diesem Jahr

Christine Bohnert-Seidel
Die Fahrradüberdachung auf der Westseite des Friesenheimer Bahnhofs wurde wegen mangelnder Lichtquelle bisher gemieden. Die Beleuchtung wird noch in diesem Jahr erweitert. Foto: Bohnert-Seidel

Ein langer Wunsch aus Schuttern geht in Erfüllung: Noch in diesem Jahr wird die Beleuchtung zum Bahnhof hin realisiert. Die Gemeinde Friesenheim hat hierfür 45 000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Friesenheim - Friesenheim - Dunkle Bahnhöfe erzeugen oft Angst und Unbehagen, so auch der unbeleuchtete Bahnhof in Friesenheim. Jahrelang hatte sich der Ortschaftsrat Schuttern dafür eingesetzt, dass der Zugang zum Bahnhof in Friesenheim von Schuttern kommend beleuchtet wird – in diesem Jahr soll die Maßnahme nun realisiert werden. 45 000 Euro stehen für die Beleuchtung im Haushalt 2022. "Wir müssen das so bald wie möglich angehen", sagt Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf gegenüber der Lahrer Zeitung. Ein festes Datum für die Umsetzung gebe es aber noch nicht.

Seit 2017 führte der Ortschaftsrat Schuttern die Beleuchtung des Rad- und Fußwegs auf seiner Prioritätenliste für die Haushaltspläne der Gemeinde Friesenheim. Fünf Jahre lang zeigte sich der Ortschaftsrat hinsichtlich dieses Vorhabens als einsamer Streiter und Verfechter. "Dabei sind es nicht nur Schutterner, die den Fuß- und Radweg nutzten", so Kopf.

Noch länger auf der Liste der Versprechungen steht jedoch für die Anwohner des Bahnhofs eine ausreichende Ausleuchtung auf der Westseite. Auch dafür wolle sich der Ortsvorsteher stark machen. Kein Problem mit der Helligkeit haben Zugfahrer, die von der Ostseite von Friesenheim aus mit der Bahn fahren. Ausreichend Fahrradboxen stehen ebenfalls auf der Ostseite bereit und die Ausleuchtung stimmt auch. Im Dunkeln stehen die Zugreisenden sobald sie zu ihren Fahrrädern auf der Westseite unterhalb der alten "Bierfabrik" gehen. Viele Radfahrer verzichten darauf, ihre Räder dort unter dem Blechdach an die alten Fahrradständer anzuketten. Vielmehr ketten sie diese am Handlauf zur Unterführung an. In Kauf nehmen sie Regen auf ihren Drahteseln, weil die Überdachung zu den Fahrradständern im Winter, wie Anwohner Thomas Schmitt beschreibt, "in ein dunkles Loch führt".

Mit dem Bau der Gemeinschaftsunterkunft am Bahnhof waren 2015 auch die Anwohner zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen worden. "Im Zuge der Fertigstellung des Gebäudes erhielten wir das Versprechen, damals noch von Bürgermeister Armin Roesner, dass auch der Bahnhof ausreichend beleuchtet wird", erklärt Schmitt.

Um die Gemeinschaftsunterkunft sind die Laternen gekommen. Eine weitere steht an der Brücke, die zur ehemaligen Bahnhofsgaststätte geführt hat. "Aber das reicht bei Weitem nicht aus", betont Schmitt. Licht sei ein Sicherheitsaspekt, der vor allem auch für den Bahnhof gelten müsse. Für Ortsvorsteher Kopf gilt: "Wenn wir das Thema Ausleuchtung zum Bahnhof angehen, dann müssen wir auch über das Licht am Bahnhof sprechen." Betroffen seien nicht nur Schutterner Bürgern, betont der Ortsvorsteher einmal mehr. Bevorzugt werden von den Pendlern die vorderen Parkplätze Richtung Dorfbach unterhalb der Straßenlampe.

Auch seien schon mehrfach Fahrräder und Motorroller im Schutz der Dunkelheit entwenden worden, weiß Anwohner Schmitt. Der Fahrraddiebstahl habe zwischenzeitlich etwas nachgelassen, aber Ruhe sei noch nicht eingekehrt. "Wir als Anwohner hoffen, dass auch das dunkle Loch bald etwas aufgehellt wird", so Schmitt.

Einiges tut sich am Bahnhof: So wurde die Lärmschutzwand im Dezember fertiggestellt. Hinzu kam ein zweiter Unterstand für alle Pendler Richtung Offenburg. Im Jahr 2015 hat die Gemeinde Friesenheim 25 000 Euro für die Markierung von Stellplätzen auf der Westseite investiert. Weitere 40 000 Euro sind in der Summe für die Fahrradboxen auf der Ostseite ausgegeben worden.

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