Mahlberg Weihnachtsmarkt: Schlechtes Wetter – gute Stimmung

Mahlberg - Die Stadt als Veranstalter des Weihnachtsmarkts in Mahlberg hatte wie im Vorjahr ausgesprochenes Wetterpech. Regen und Wind hielten vergangenen Montag viele der gewohnten Tausenden Besucher davon ab, durch die Altstadt-Straßen zu flanieren.

Die, die dennoch kamen, zeigten sich begeistert vom vorweihnachtlichen Flair und dem großem Angebot. Bereits am Sonntagnachmittag hatten zum einstimmenden Weihnachtstreff auf dem Rathausplatz einige Buden geöffnet, da gab es trotz des schlechten Wetters erstaunlich viele junge und alte Gäste, etwa bei der Kita St. Anna mit Kinderpunsch, gebrannten Mandeln und Plätzchen oder nebenan beim Weingut Bürkle mit wärmendem Glühwein und mehr.

Glühbier bei den "Cross-Golfern"

Für weitere vorfestliche Stimmung sorgte der wetterfeste Orschweierer Musikzug. Bei der Jugendfeuerwehr lockten heiße Würste und Gulaschsuppe und bei den "Cross-Golfern" gab es sogar gewürztes "Glühbier". Drinnen im warmen Rathaus-Sitzungssaal hatten sich vorab private Hobby-Künstler und Bastler eingerichtet, ob mit Handgestricktem, Geklöppeltem und Gehäkeltem, Natur-Edelsteinen, Mode-schmuck oder weihnachtlichen Verpackungen und Baumbehängen aus Naturmaterialien. Regenfest vermummt sorgten am Montagmittag zur offiziellen Markteröffnung mit Bürgermeister Dietmar Benz die Mahlberger Grundschul-Kinder für Gesang. Sie wurden anschließend vom Nikolaus, hinter dem Rauschebart verbarg sich Hausmeister Thomas Zehnle, mit Weckmännern beschenkt.

Marktmeisterin Tanja Huber musste von den angemeldeten 52 kommerziellen Marktbeschickern einige wenige Absagen registrieren, denn es stürmte weiterhin durch die Altstadt. Dennoch fand sich besonders am Nachmittag genügend Kundschaft ein, die sich etwa für Heizkörperbürsten, Gewürze, Klopömpel, Tee, Grafenhausener Äpfel oder bei einem Süßigkeitenstand auch für zuckerarme gebrannte Mandeln und Nüsse interessierte. Kleidung, Modeschmuck und Hosenträger rundeten das Angebot ab.

Bei gleich zwei Vorführungen genossen Kinder im evangelischen Jakobushaus ein weihnachtliches Puppentheater. Außerdem konnten sie in der lebensgroßen Krippe am großen Rathaus-Tannenbaum neben heiliger Figuren-Familie drei echte, zutrauliche Schafe mit schützender dicker Wolle bestaunen und über den Holzzaun hinweg sogar streicheln.

Der Jugendnachwuchs des Mahlberger Musikvereins hatte sich für weihnachtliche Weisen mit seinen Instrumenten in das Rathaus-Foyer zurück-gezogen, doch auch er fand sein Publikum. Nachdem abends die professionellen Marktbeschicker vergleichsweise früh abbauten, konzentrierten sich viele Besucher noch am Stand der TuS-Freunde an der Linde.

Heidrun Gruninger ist schon seit dem ersten Weihnachtsmarkt vor knapp 40 Jahren, als es ihren Feinschmeckerservice noch gar nicht gab, dabei. Sie fasste zusammen, was viele sagten: "Es herrschte wieder eine schöne, weihnachtliche Stimmung, die Besucher waren allesamt fröhlich und gut gelaunt." Und auch die Marktbeschicker-Profis kennen von Mahlberg nicht nur schlechtes Wetter.

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