Mahlberg Wasser könnte bald teurer werden

Der Bau des neuen Hochbehälters geht weiter voran. Aktuell wird die Zufahrt zum Behälter weiter ausgebaut. Foto: dec

Mahlberg - Müssen die Mahlberger demnächst mehr fürs Wasser zahlen? Eine Erhöhung liegt nahe: Zum einen hat der Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau den Bezugspreis erhöht, zum anderen wird in diesem Jahr der neue Hochbehälter gebaut.

Drei Millionen Euro für den Bau des neuen Hochbehälters inklusive Zuwegung muss die Stadt Mahlberg finanzieren. Eine erste Kreditaufnahme ist mit knapp zwei Millionen Euro im Plan 2021 ausgewiesen, über die Kreditaufnahme wird der Gemeinderat in einer weiteren Sitzung entscheiden.

Am 17. Mai wird es auch um die Vergabe der Hochbauarbeiten gehen, Start der Arbeiten im Rahmen des zweiten Bauabschnitts soll in diesem Jahr sein. Laut aktuellem Stand sind die Bauarbeiten zur neuen Zufahrt mit Kanalisation, dem Legen neuer Leitungen sowie von Förderleitungen vom Wasserwerk bis zur B 3 im Rahmen des ersten Bauabschnitts in den letzten Zügen, aktuell wird asphaltiert.

Üblicherweise werden Investitionen letzten Endes vom Verbraucher bezahlt, so Bürgermeister Benz auf telefonische Anfrage, auch der höhere Wasserbezugspreis wird angesetzt – der Kubikmeterpreis wurde vom Wasserversorgungsverband zu Beginn dieses Jahres von 0,61 auf 0,65 Euro angehoben.

Letzten Endes sei eine mögliche Gebührenerhöhung aber "nicht unbedingt ein Selbstläufer". Denn bei der Gebührenkalkulation fließen auch die Gewinne aus den vorhergehenden Jahren ein. Zudem hat sich der Wasserverbrauch in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesteigert. Waren es 2010 noch 218 500 Kubikmeter, betrug der Gesamtverbrauch 2020 knapp 256. 000 Kubikmeter.

Den überwiegenden Teil des Trinkwassers, das aus den Hähnen der Verbraucherhaushalte in beiden Stadtteilen fließt, liefert der Wasserversorgungsverband. Die Bezugsmenge betrug 2010 205. 700 und 2020 243. 700 Kubikmeter.

Je mehr Wasser verbraucht wird, desto mehr verdünnen sich folglich die Kosten beim Umlegen auf die Gebühr für den einzelnen Kubikmeter. Aktuell zahlen Mahlberger und Orschweierer laut der Stadt-Homepage 1,70 Euro plus sieben Prozent Mehrwertsteuer pro Kubikmeter. Der Preis ist seit Jahren unverändert.

Inwiefern sich die Gebühr rückwirkend zum Januar 2021 ändern wird, zeigt sich erst im Laufe des Jahres. Aktuell steht die Gebührenkalkulation durch das Büro Schneider und Zajontz an. Im Erfolgsplan wird mit 420. 500 Euro Einnahmen aus dem Wasserverkauf kalkuliert, insgesamt sind 443. 200 Euro Einnahmen und 383. 200 Euro Ausgaben veranschlagt.

Info

Eine mögliche Wasserpreiserhöhung wird erst Thema in einer kommenden Gemeinderatssitzung sein, am Montag ging es zunächst nur um die Billigung des Wirtschaftsplans für den Eigenbetrieb Wasserwerk, dem alle Stadträte zustimmten.

Zum 1. Januar dieses Jahres betrug dessen Schuldenstand 448. 600 Euro, auf der Basis von 5121 Einwohnern ist dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 87,59 Euro. Vor dem aktuellen Wirtschaftsplan stimmten alle Stadträte der Jahresrechnung Wasserwerk für 2018 zu, diese weist knapp 14. 000 Euro Gewinn aus.

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