Mahlberg Vieles unklar

Können sich Unternehmen im Gewerbepark DYNA 5 künftig auf schnelles Internet freuen? Das neue Projekt wird von Vodafone am Montag vorgestellt.Archivfoto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Bekommen die Gewerbegebiete in Mahlberg und Orschweier bald schnelleres Internet? Damit befasst sich der Gemeinderat am Montagabend.

Vodafone stellt am Montag im Mahlberger Gemeinderat das Projekt "Glasfaserausbau" vor. Eine tatsächliche Umsetzung ist dabei noch gar nicht sicher. Denn: Derzeit befindet sich Vodafone in der Vorvermarktung und nimmt Kontakt zu den Gewerbebetrieben auf. Heißt: Sollte es sich für Vodafone nicht lohnen, wäre ein Ausbau womöglich vom Tisch.

Orschweier/Mahlberg. Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone meldete sich Ende September bei der Stadt Mahlberg mit dem Wunsch, die Gewerbegebiete Orschweier und Mahlberg mit schnellem Internet zu versorgen. Mit Baumaßnahmen seien Bandbreiten von bis zu einem Gigabit möglich, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. In der Gemeinderatssitzung am Montag soll das Projekt ab 19.30 Uhr erstmals konkret vorgestellt werden. Etwa auch der Kooperationsvertrag zwischen der Glasfaser Deutschland, die die Maßnahmen umsetzen soll, und der Stadt Mahlberg.   Wo möchte Vodafone Glasfaser ausbauen? Geplant ist laut Mahlbergs Hauptamtsleiterin Tanja Kopp der Ausbau des schnellen Internets in den Gewerbegebieten Mahlberg, Orschweier Ost- und Westseite der Bahn sowie im DYN A5-Zwecksverbandgebiet. Zudem prüfen derzeit Vodafone und die Deutsche Glasfaser, ob die Gebiete "Industriestraße-Nord", "Feldstraße" (komplett) und die Erweiterungen nach Westen durch die Firma Kern und die Firma Rodermund im Bereich Speckenfeld/Speckenfeld-Nord noch Berücksichtigung im Gemeinderat finden.   Wie läuft die Verlegung der Glasfaserkabel? Das ist mit Blick auf die Beschlussvorlage aktuell noch nicht geklärt. Fest steht bis dato, dass die Tiefbauarbeiten weitestgehend im Spülbohrverfahren durchgeführt werden sollen. Heißt: Rohrleitungen können unterirdisch verlegt werden, ohne dazu einen Graben ausheben zu müssen. Die Glasfaser Deutschland beabsichtigt dagegen das umstrittene "Micro- oder Minitrenching"-Verfahren mit einer geringen Verlegetiefe. Das sieht laut Bürgermeister Dietmar Benz aber das örtliche Tiefbauamt für kritisch. Zudem ist laut Beschlussvorlage "der Erwerb oder von geeigneten Flächen für den Standort des jeweiligen Technikraums unbedingte Voraussetzung für den geplanten Ausbau die Anpachtung. Wo dieser entstehen könnte, sei noch unklar, so Kopp.   Wie teuer werden die Ausbauarbeiten für die Stadt? Gar nicht teuer, denn: Vodafone würde die Kosten des Ausbaus komplett übernehmen, wie Hauptamtsleiterin Kopp auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt.   Ab wann gibt’s schnelles Internet? Das lässt sich noch nicht vorhersagen. Vodafone selbst hat in der Beschlussvorlage angegeben, dass die Bauphase inklusive der Inbetriebnahme des Netzes insgesamt rund sechs Monate dauern. "Ein Datum ist auch uns gegenüber nicht genannt worden", sagt Rathauschef Benz. Sollte die Resonanz bei den Unternehmen jedoch da sein, gehe er von einem Start im nächsten Jahr aus.

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