Mahlberg Sportverein muss jetzt sparen

Der Mitvorsitzende des TuS Mahlberg Christian Probst (Mitte) mit den geehrten Mitgliedern Michael Schmidt (40 Jahre, links) und Michael Studer (50 Jahre). Foto: Masson

Mahlberg - Der Turn- und Sportverein Mahlberg kämpft derzeit nicht nur auf dem Spielfeld, sondern besonders abseits gegen empfindliche Corona-Einschränkungen. Dennoch steht der Verein gut da und kann vor allem auf ein intaktes Sportgelände blicken.

Julian Siefert, zuständig für den sportlichen Bereich, erstattete den anwesenden Mitgliedern bei der Hauptversammlung Bericht. Nach langer Zwangspause wurde ab Juni der Fußball-Trainingsbetrieb nach und nach wieder freigegeben, bei der Jugend hatte man sicherheitshalber am längsten damit gewartet.

Mit einem neuem Hygienekonzept startete jetzt auch der Spielbetrieb wieder. "Wir haben die Lage im Griff, doch bis zur Normalität ist es noch ein recht langer Weg", verkündete Siefert.

Fußballer können nicht aufsteigen

Nach abgebrochener Vorsaison musste die erste Mannschaft trotz zweitem Platz in der Kreisliga B verbleiben, denn das Relegationsspiel wurde ausgesetzt. Die zweite Mannschaft spielte mit ihrem achten Tabellenplatz, so Siefert, deutlich unter ihren Möglichkeiten. Die von Peter Bock geleitete erste Damenmannschaft behauptete sich hingegen in der Landesliga, die zweite ist in die Bezirksliga aufgestiegen.

Verwaltungs-Vorsitzender Christian Probst lobte ein "Sportgelände in tollem Zustand" – nicht zuletzt dank vieler Helfer, aber auch städtischer Unterstützung bei Sanierungen von Platzzäunen und der Tartanbahn. Nun stehe nur noch eine Aufrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik aus.

Zwölf Jugendteams sind für den TuS aktiv

Logistik-Vorsitzender Werner Spanjer berichtete vom höchst erfolgreichen Oktober-Herbstfest mit Kesselfleisch und neuem Winter-Hallenfest. Nur das beliebte Country-Fest musste wegen schlechten Wetters trotz Ausweichtermin abgesagt werden, und auch bei der Stadtfest-Teilnahme wurde die Einnahmekasse ziemlich verregnet.

Derzeit sind sämtliche TuS-Feste vorläufig abgesagt. "Auch das fehlt unserem Vereinsleben- und der Bevölkerung", bedauert Probst. Auch in den Finanzen macht sich die Situation bemerkbar. Der Finanzvorsitzende Dieter Rösch hatte empfindlich weniger Einnahmen in seiner Kasse zu verzeichnen. Die Folge: "Wir müssen deutlich sparen", kündigte er an. Und das trotz unverzichtbarer Sponsoren mit Bandenwerbung und Anzeigen in der Vereinszeitung.

Alte Herren reisen bis nach Alaska

Über den Fußball hinaus unterhält der TuS zahlreiche weitere Abteilungen. Etwa Damen-Gymnastikgruppen von Lilian Deckert mit gewohntem Gesundheits- und Freizeitwert oder neben dem Rasen die Alten Herren von Pirmin Obergföll, die auf ihrer "Super-Survival-Tour" im vergangenen Jahr bis nach Alaska gereist sind.

Unter der Regie von Silvia Meier steht die Jugend mit zwölf Teams aller Altersklassen zumeist in Spielgemeinschaften. Das von Juliane Huser und Claudia Braunstein betreute Kinderturnen der Vier-bis Achtjährigen findet ab Oktober wieder gruppenweise statt. Bis zur Zwangspause waren mehr als 60 Kinder angemeldet, bei den älteren bis 13 Jahren mit Wiebke Moritz-Schnepel noch mal 22 Heranwachsende.

Julian Siefert macht erst einmal weiter

Einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden die Vorsitzenden Christian Probst, Werner Spanjer und Dieter Rösch. Nach zehn Jahren, acht davon in Vorständen, wollte sich Julian Siefert berufsbedingt zurückziehen. Doch weil es noch keinen Nachfolger gibt, wird er sein Amt kommissarisch weiterführen.

Schriftführerin bleibt Janina Giesler, Jugendleiterin Silvia Meier. Beisitzer sind nun Sebastian Schaub, Thomas Lemke und neu Hannes Günther und Johanna Krause. Extra angereist war der Bezirks-Verbandsvorsitzende Heinz Schwab, um Julian Siefert für sein bisheriges Vereinsengagement eine Urkunde und Ehrennadel für "herausragende Verdienste um den Fußball" zu überreichen.

Zusätzlich wurden gleich 21 Mitglieder vom TuS, überwiegend in Abwesenheit, für langjährige Mitgliedschaften geehrt. Zudem wurden Hermann Hessemann, Michael Studer und Georg Weber für ihre 50-jährige Vereinstreue per Urkunden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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