Mahlberg Sanierungsstart hängt von Zuschüssen ab

Irene Bär
Ob die Sanierung der Orschweierer Halle wie geplant im März 2022 starten kann, hängt davon ab, ob der Zuschussantrag der Stadt Mahlberg für Sportstätten bewilligt wird. Foto: Decoux-Kone

Haushalt: Modernisierung der Orschweierer Halle könnte sich verschieben / 20 000 Euro für Radwegeneubau bei der Waldstraße

Die Sanierung der Orschweierer Halle wird einer der großen Haushaltsposten 2022 sein. Ebenfalls beantragt der Mahlberger Ortsteil 20 000 Euro für einen Radwegeneubau, wenngleich die Umsetzung 2022 unrealistisch scheint.

Orschweier. Der Spatenstich zum ersten Bauabschnitt der Sanierung und Modernisierung der Orschweierer Halle ist für März 2022 anvisiert. Ob dieser Termin gehalten werden kann, hängt jedoch von einem Zuschuss für Sportstätten ab, den die Stadt Mahlberg kürzlich beantragt hat.

980 000 Euro Zuschuss bekommt die Stadt bereits im Rahmen der Stadtbausanierung, erklärte Ortsvorsteher Bernd Dosch in einer Sitzung. Nun hat die Verwaltung aber einen weiteren Zuschuss für Sportstätten in gleicher Höhe beantragt. Sollte der bewilligt werden, könne man im März 2022 mit den Arbeiten starten. Falls erst mal eine Absage auf dem Tisch liege, könne man den Beginn der Bauarbeiten entsprechend verschieben und alternativ die Dachsanierung des städtischen Gebäudes Gartenstraße 1 bis 3 angehen.

Dem Vorschlag stimmten die Ortschaftsräte zu, genauso wie dem Vorschlag von Dieter Beck. Er hatte – wie in den Haushaltssitzungen vergangener Jahre – den Bau eines Radwegs entlang der verlängerten Waldstraße zur Sprache gebracht. Die Verlängerung nutzen viele als Abkürzung auf dem Weg von Orschweier nach Altdorf.

Nicht nur Beck ist ein Radweg dort aus Sicherheitsgründen ein großes Anliegen. Jürgen Weber schlug vor, wenigstens ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern festzusetzen, weil viele Radfahrer durch Autofahrer gefährdet würden, "die teils mit 100 Sachen durch die Waldstraße brettern". Ob ein Radweg tatsächlich eingerichtet werden kann, zweifelte Ortsvorsteher Dosch an. Aber zumindest solle dort öfters kontrolliert werden. Dies sei deshalb möglich, weil sich Mahlberg an einer weiteren Stelle für einen "Stadtsheriff" beteiligt, den Ettenheim einstellen will (wir berichteten). Zumindest sollen nun 20000 Euro für die Planung des Radwegs beantragt werden.

Auch diese weiteren Posten beschloss der Orschweierer Ortschaftsrat zu den Haushaltsberatungen anzumelden: 200 000 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, 18 000 Euro für das Anlegen neuer Parkplätze für Pendler in der Bahnhofs- und an der Kreisstraße, 20 000 Euro Planungs- und 90 000 Euro Baukosten für einen Hochwasserdamm östlich Orschweiers. Zudem wurden 25 000 Euro für den Kauf von 25 Fahrradboxen am Orschweierer Bahnhof beantragt und 10 000 Euro für die Instandsetzung der Sirenenanlage bei der Ortsverwaltung Orschweier. Weitere 47 500 Euro sollen für verschiedene, notwendige Renovierungsarbeiten in der Kindertagesstätte St. Josef verwendet werden.

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