Mahlberg Rundenhatz und Partystimmung

Mahlberg. So richtig was los war am Freitag in Mahlberg: In der Altstadt ging bereits zum dritten Mal ein Radrennen mit insgesamt 60 Teilnehmern und Hunderten Zuschauern am Straßenrand über die Bühne.

Der Grund für die erneute Wahl Mahlbergs: Die ambitionierten Amateure müssen hier eine besonders anspruchsvolle Strecke bewältigen. Die Innenstadt mit ihrem "Buckel" hat es in sich. Insgesamt waren rund 1000 Höhenmeter zu überwinden, das Ganze über eine 1,2 Kilometer lange Strecke, je nach Klasse über 30 oder 50 Runden. Die "Eble Brandschutz-Trophy", ausgerichtet von den Racing Students (Team Belle), lockte nicht nur Rennfahrer auf die Piste, sondern auch radsportbegeisterte Zuschauer aus der ganzen Umgebung an.

Pünktlich um 17.15 Uhr traten gemeinsam zehn Elite- Damen und 29 Senioren in die Pedale, um ihre 30 Runden zu absolvieren. Sie wurden frenetisch angefeuert und Runde für Runde beklatscht. Vor allem an der Aufstiegskurve am Rathausplatz, aber neuerdings auch weiter hinunter bis zum Stockbrunnen als zweitem Bewirtungs-Zentrum. Da hatten sich die Alten Herren des TuS Mahlberg positioniert, um ihre Gäste an Bierbänken mit Getränken zu versorgen, während DJ "Habo" Müller für dezente Hintergrundmusik sorgte. Da kam ebenso Rennstimmung auf wie weiter oben auf dem abgesperrten Rathausplatz, wo die Orschweierer Narrenzunft Würste grillte, der SC Orsch­weier Wein ausschenkte, Spezialburger mit Wildfüllung aus Freiamt brutzelten und der Waffelstand der Kippenheimer Kindergartens St. Mauritius sowie Bier aus der Schmieheimer Schlossbrauerei warteten.

Zeit genug war, um zu essen und zu trinken. Denn Damen- und Seniorenradsportler brauchten nahezu eine Stunde bis zum Zieleinlauf. Der Aufstieg wurde mit Tempo 30 bewältigt, die rasante Abfahrt am Roßmarkt mit rund 70 Stundenkilometern, was die Durchschnittsgeschwindigkeit wieder nach oben trieb.

Nicht minder beim anschließenden Rennen der vier Amateure und 29 Elite-Fahrer, aus Regelgründen des Radsportverbands getrennt gewertet. Dazu hatten sich weitere Zuschauer eingefunden, bei idealem Rennwetter mit erträglichen Sommertemperaturen. Nun ging es über 50 Runden, also 60 Kilometer, stets begleitet vom "Hopp, hopp, hopp" der Zuschauer. Zwischendurch stellte Sebastian Hautli vom Kommentatorenwagen aus fest: "Manche schnaufen und lachen nicht mehr." Nicht nur die Spitzenradler wurden motiviert, sondern auch Überrundete bis zum Schluss mit anerkennendem Applaus versehen, angesichts extremer sportlicher Leistungen.

Nicht nur das Publikum zeigte sich vom Sport-Spektakel. Die Organisatoren Alexander Gut und Christoph Kindle von den Racing Students lobten nach den abendlichen Siegerehrungen in den höchsten Tönen: "Mahlberg ist ein perfekter Austragungsort und zu einer richtigen Stimmungsbastion geworden." Das sieht Bürgermeister Dietmar Benz nicht anders: "Gerne stehen wir abermals als Austragungsort zur Verfügung."

Möglich nicht zuletzt dank der Feuerwehr, die abermals in voller Besetzung für den Auf- und Abbau ungezählter Sperrgitter und abgesicherte Fußgängerschleusen über die Rennstrecke gesorgt hatte. Zu Unfällen kam es nicht, gab die DRK-Bereitschaft beim anschließenden "Spaß und Tanz" auf dem Rathausplatz mit Musik von "Just Divine" Entwarnung.

Frauen: Jasmin Rebmann, Jade Treffeisen, Sarah Scharbach

Senioren: Stefan Steiner, Marc Reifferscheid, Peter Maier

Amateure Herren: Johannes Ringwald, Robin Kämpfer, Tobias Hartmann

Elite Herren: Marcel Fischer, Simon Combes, Alexander Tarlton

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