Mahlberg Autobrände: Rückschlag für die Ermittler

Weil Zeugen schnell reagierten und löschten, waren die Folgen des Feuers im jüngsten Fall nicht so verheerend wie bei den Bränden zuvor. Foto: Künstle

Südliche Ortenau - Die Hoffnungen der Polizei haben sich nicht erfüllt: Nach dem Autobrand vor einer Woche in der Dinglinger Hauptstraße wird es kein Phantombild des mutmaßlichen Täters geben. Auch in Sachen neue Hinweise herrscht bis dato Fehlanzeige.

Es war der Silberstreif am Horizont der Ermittler: Nach zwei Jahren schienen sie dem Feuerteufel, der möglicherweise für 47 Fahrzeugbrände zwischen Schwanau und Ettenheim verantwortlich ist, so dicht auf den Fersen wie nie. Ein Mann hatte den Täter am Tatort gesehen und sogar mit ihm gesprochen. Die Hoffnung, mit der Aussage des Zeugen den Durchbruch zu schaffen und dem Brandstifter endlich das Handwerk zu legen, haben nun jedoch einen Dämpfer erhalten.

"Es wird kein Phantombild geben", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Kramer am Montag auf Nachfrage der Lahrer Zeitung, die bereits direkt nach dem Brand von diesem Ermittlungsansatz berichtet hatte. Der Zeuge habe sich "sehr kooperativ" gezeigt, sich aber nicht in der Lage gesehen, den Täter so genau zu beschreiben, wie es nötig gewesen wäre, um ein Porträtbild zeichnen zu lassen, so Kramer.

Immerhin haben die frischen Eindrücke des Mannes zu einer brauchbaren Personenbeschreibung geführt (siehe Info), die die Polizei noch am selben Tag veröffentlichte. Doch auch diesbezüglich führte die Spur bislang ins Nichts. "Es gibt keine neuen Hinweise aus der Bevölkerung", musste der Polizeisprecher nach Rücksprache mit den Kollegen von der Kripo berichten.

Wie berichtet, war das Auto, das kurz vor 6.30 Uhr am Montagmorgen vergangener Woche in Dinglingen brannte, unweit des Hirschplatz-Kreisverkehrs geparkt. Der Täter soll in westliche Richtung, also Richtung Bahnhof, davongegangen sein. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit sieben Streifenwagen blieb erfolglos. Offensichtlich gelang es dem Brandstifter nicht nur, sich vor den Blicken der Polizisten zu verstecken, sondern auch vor Anwohnern und Verkehrsteilnehmern.

Flyer bleibt ohne Resonanz

Vor allem das orangefarbene T-Shirt, das der Brandstifter zum Zeitpunkt der Tat getragen haben soll – laut Kramer "eine auffällige und für einen Mann recht ungewöhnliche Farbe" – hatte die Erwartungen auf weitere Augenzeugen genährt.

Weitere Negativmeldung aus dem Offenburger Polizeipräsidium: Auch auf die Flyer, mit denen die Polizei in den vergangenen Tagen in den (sozialen) Medien und Mitteilungsblättern um Unterstützung der Bewohner in den betroffenen Gemeinden warb, gab es laut Kramer bislang keine Resonanz.

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