Mahlberg Orschweier treibt in diesem Jahr zahlreiche Bauprojekte voran

Ein lang gehegter Wunsch in Orschweier: Die Sanierung der Halle könnte zeitnah starten.Archivfoto: Deocux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Orschweier. In Orschweier herrscht rege Bautätigkeit, wie aus der Halbjahresbilanz von Bernd Dosch bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung hervorging.

Die Förderschule hat mittlerweile eine neue Heizung und neue Fenster. Des Weiteren wurden Sanitärräume modernisiert, die Fassade gedämmt und neu verputzt. Am Foyer, dessen Eingang versetzt und überdacht wurde, fehlt noch der barrierefreie Zugang. Die Sanierungen des zweiten Bauabschnitts sind mit 900 000 Euro veranschlagt, wobei das Land 595 000 Euro an Zuschüssen gewährte. Die verbleibenden 351 000 Euro teilen sich die fünf Verbundgemeinden; Mahlberg zahlt 110 000 Euro.

Im Rahmen des Generalentwässerungsplans begannen kurz vor Ostern die Kanal- und Straßenbauarbeiten im Bereich Feld- und Hauptstraße. Rund neun Monate lang sollen die Arbeiten dort dauern, man befinde sich im Zeitplan. Nach den Sommerferien stoßen Bagger- und weitere Fahrer von Baumaschinen zur Hauptstraße vor.

Je 300 000 Euro von Bund und Land

Im Gewerbegebiet Bengst wurde die gleichnamige Straße um 70 Meter verlängert und Anschlüsse hergestellt, damit sich die Firma Flösch aus Nimburg dort ansiedeln kann. Auch die Feldstraße soll ab Ende August verlängert werden, um ein Gewerbegrundstück anzuschließen. Das wurde im Frühjahr an die Firma Pflug und Maurer aus Kappel-Grafenhausen verkauft, die nach Orschweier ziehen will.

Nach den Erschließungsarbeiten wurde im Neubaugebiet Orschweier-Nord angepflanzt. Noch nicht abgeschlossen sind die Arbeiten am Regenüberlaufbecken. Die Häuslebauer sind fleißig: Aktuell sind 18 private Vorhaben in der Umsetzung. Sechs weitere Anträge auf Baugenehmigungen liegen vor.

Dass auch künftig viel gebaut werden kann im Ort – dafür soll das Stadtsanierungsprogramm sorgen. Orschweier wurde im zweiten Anlauf aufgenommen.

Der Förderrahmen beträgt 600 000 Euro, je die Hälfte kommt von Bund und Land; gefördert werden 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt geht der Ortsvorsteher von Investitionen in Höhe von einer Million Euro aus – und davon, dass der Förderrahmen in den kommenden Jahren weiter aufgestockt werden kann.

Nach Jahrzehnten könnte es in diesem Zusammenhang nun endlich mit dem Umbau und der Modernisierung der Halle klappen. Bereits 2021 könnte es losgehen. Davor steht erst einmal die vorbereitenden Untersuchungen und eine historische Kurzanalyse an, für deren Ausarbeitung die Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) schon vom Gemeinderat beauftragt worden war (10 400 Euro).

Vorgesehen ist, dass es im Juli den formalen Beschluss zur Einleitung der vorbereitenden Untersuchung sowie die Aufhebung des alten Sanierungsgebiets "Kernstadt" gibt. Im September und Oktober sind eine Infoveranstaltung und Befragungen von Eigentümern geplant. Im Dezember und Januar wird ausgewertet, im März soll der Satzungsbeschluss folgen. Eine Auftaktveranstaltung ist im April vorgesehen.

  • Bewertung
    0