Mahlberg Orschweier: 14 Räte sind genug

Wie viele Stadträte tagen künftig im Mahlberger Rathaus? Weiterhin 14, sagt der Ortschafsrat. Foto: hai Foto: Lahrer Zeitung

Orschweier. Sollen in Mahlberg künftig 18 statt wie bisher 14 Frauen und Männer im Gemeinderat tagen? Das war die Frage am Dienstagabend, als sich zunächst der Ortschaftsrat mit dem Thema befasste. Fazit: Geht es nach dem Stadtteil, wird es bei 14 Ratsmitgliedern bleiben – das Ortsgremium stimmte mehrheitlich für die Beibehaltung der bisherigen Zahl. Bis auf Helmut Bakenhus sind alle Mitglieder des Ortschaftsrats auch Stadträte. Am kommenden Montag, 30. Juli, (ab 19.30 Uhr im historischen Rathaus) befasst sich der Gemeinderat bei einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema.

 

Blasi und Beck wollen mehr Stadträte

Anlass für die Diskussion war ein Schreiben des Statistischen Landesamts an die Stadt Ende April, in dem der Verwaltung mitgeteilt wurde, dass in Mahlberg und Orsch­weier zum Stichtag 30. Juni 2017 insgesamt 5025 Einwohner gemeldet waren. Weil die magische Zahl von 5000 überschritten sei, könnten nun bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2019 18 Bürger zu Stadträten gewählt werden. Das empfiehlt die baden-württembergische Gemeindeordnung für Kommunen mit einer Einwohnerzahl zwischen 5000 und 10000.

Ortsvorsteher Bernd Dosch empfahl, bei 14 Sitzen zu bleiben, weil man nur knapp über 5000 Einwohnern liege. Maria Frey sah das genauso. Wie sie erinnerte auch Helmut Bakenhus an die Schwierigkeiten örtlicher Parteien, Bewerber für die Kandidatenliste zu finden. Und Rolf Baum wollte den Gemeinderat "nicht unnötig aufblähen". Er zog einen Vergleich zu Kippenheim heran, dort halte man auch an 14 Gemeinderäten fest, obwohl dort auch mehr als 5000 Menschen gemeldet seien (wir berichteten).

Anders sahen das Nikolaj Blasi und Dieter Beck. "Mehr Mitglieder wären eine Bereicherung", sagte Beck. Blasi erinnerte an die Kommunalwahlen 2014. Von 43 Bewerbern sei nur jeder dritte gewählt worden. "Das Potenzial ist da", stellte er fest. Man solle Leuten, die sich engagieren wollen, die Chance geben, gewählt zu werden.

Blasi seinerseits zog einen Vergleich zu Kappel-Grafenhausen heran, das mittlerweile ebenfalls mehr als 5000 Einwohnern zählt und wo man ebenfalls mit dem Gedanken spiele, auf 18 Ratsmitglieder aufzustocken (Zwischenzeitlich hat sich Kappel-Grafenhausen gegen eine Aufstockung entschieden, d. Red.).

Letzten Endes waren Beck und Blasi die einzigen beiden Ortschaftsräte, die mehr Stadträte im Gremium sehen wollten.

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