Mahlberg (fx). 473 801 – das ist Mahlbergs Kontostand, nicht auf der Bank, sondern auf dem Ökokonto. Seit Ende der 90er-Jahre sind Kommunen verpflichtet, für Eingriffe in die Landschaft Ausgleich zu schaffen. Diese Maßnahmen werden bewertet, als Punkte gutgeschrieben und bei Bedarf verrechnet. In Mahlberg liegt der Fokus dabei vor allem auf Äckern und Grünland, wie Eric Lippe vom Büro Faktorgruen am Montag dem Gemeinderat erläuterte. Rund eine Million Ökopunkte hat die Stadt in den vergangenen Jahren erwirtschaftet. Etwa die Hälfte ging für die Erschließung von Baugebieten drauf. Allein für "Orsch­weier-Nord" waren es 330 000 Ökopunkte. Um die städtebauliche Entwicklung künftig nicht zu behindern, riet Lippe "nach weiteren Ausgleichsflächen Ausschau zu halten". Der aktuelle Stand des Ökokontos soll nun dem Landratsamt vorgestellt werden.