Mahlberg Neue Trasse wird grundsätzlich begrüßt

Mahlberg/Ringsheim (ir/ae). Die geplante B 3-Umfahrung ist nun auch in Mahlberg und Ringsheim vorgestellt worden. Straßenbauamtsleiter Roland Gäßler war zu Besuch in beiden Gemeinderäten.

In Mahlberg machte Bürgermeister Dietmar Benz klar, dass man bei der Beteiligung an den Bau- und Planungskosten einen Nachlass wünscht, weil die Stadt bereits einen Teil der Kosten für den neuen Kreisverkehr am Autobahnzubringer/Gewerbegebiete gezahlt habe. Zudem seien 800 Meter in der Carl-Benz-Straße (Gewerbegebiet Im Bengst) und Nikola-Tesla-Straße (Gewerbegebiet DYN A5) schon angelegt. Gäßler zeigte sich zuversichtlich, "dass man eine Lösung finden" werde.

Abgeneigt ist man dem Bau der neuen Umgehungsstraße nicht – nur muss sie auch tatsächlich Entlastung für Mahlberg und Orschweier bringen, wie Rolf Baum (CDU) forderte. Er und Benz brachten zur Sprache, dass Mahlberg "die größten Opfer bringe". Auf einer Breite von 2,5 Kilometer von Ost nach West werde die Gemarkung durch die jetzige B 3, die Kreisstraße, die heutigen und künftigen Gleise zerschnitten – plus die neue Umgehungsstraße, so der Bürgermeister.

Ringsheim begrüßt grundsätzlich die geplante Umgehungsstraße. Insbesondere der Streckenabschnitt zwischen Ringsheim und Ettenheim (DYN A5) betrachtet man als unbedingt erforderlich. Durch diesen geplanten Lückenschluss werde vor allem der Durchgangsverkehr auf der jetzigen B 3 reduziert, erklärte Gäßler vom Straßenbauamt den Gemeinderäten. Noch mehr Entlastung wäre zu erwarten, wenn eine Stichstraße von der Trasse in Richtung Kahlenberg käme. Diese könnte den Lkw-Verkehr zur Deponie aufnehmen. Das ist aber noch Wunschdenken der Gemeinde, eine entsprechende Planung dafür läge aktuell nicht vor, so Gässler. Die landwirtschaftlichen Anbindungswege sollen erhalten bleiben, der Landschaftsverbrauch so klein wie möglich gehalten werden.

Für die Trasse würde Ringsheim mit 83 800 Euro zur Kasse gebeten, für einen geplanten Radweg kämen noch einmal 45 600 Euro obendrauf. Das ergibt einen Gesamtkostenanteil von knapp 130 000 Euro. Im Haushalt 2019 ist bereits eine erste Rate für die Planung in Höhe von 5000 Euro eingestellt.

  • Bewertung
    0