Mahlberg Monatelang hart für den Wettbewerb trainiert

Lahrer Zeitung
Die Mahlberger Feuerwehrleute haben seit September für das Leistungsabzeichen trainiert, Foto: Masson

Sicherheit: Mahlberger Feuerwehr will das Bronzene Leistungsabzeichen holen

Mahlberg (mm). Freiwillige Feuerwehr-Gruppen aus der ganzen Ortenau werden am Samstag in Rheinstetten um das Leistungsabzeichen kämpfen. Normalerweise sind es drei Abzeichen bis zum ultimativen Gold, die die Feuerwehraktiven der Reihe nach erringen. Dieses Jahr ist allerdings coronabedingt nur Bronze dran. Mahlberg nimmt als einzige Gemeinde der südlichen Ortenau daran teil – und hat sich lange und intensiv darauf vorbereitet.

Sinn der Leistungsprüfung, an der 15 Gruppen aus acht Ortenauer Gemeinden teilnehmen, ist es zu beweisen, dass die Gruppe den Anforderungen an täglich möglichen Einsätze perfekt gerecht werden kann – und das vor strengen Schiedsrichteraugen.

So wird verlangt, vom Löschfahrzeug aus am Übungsgerüst einen Brandeinsatz samt Menschenrettung über eine Steckleiter zu simulieren – in sieben Minuten, mit möglichst wenigen Strafpunkten. Das bedeutet für die Bronze-Aspiranten Stress pur – denn wenn eine Mannschaft durchfällt (sehr selten übrigens), gilt das trotz Wiederholungsmöglichkeit nicht als locker verschmerzbar, sondern eher blamabel.

Auch Kameraden aus Kippenheim und Schmieheim sind dabei

Schon seit Monaten trainieren die gemeldeten Gruppen deshalb für den perfekten Lösch- und Rettungseinsatz. Bei der Mahlberger Feuerwehr wurden schon seit Mitte September mehr als ein Dutzend spezielle Bronze-Proben absolviert. Neben fünf Mahlberger Feuerwehrkameraden sind dieses Mal unter der Leitung von Martin Bürkle als Gruppenführer auch vier aus Schmieheim und drei aus Kippenheim mit dabei. Da gibt es nämlich einen jahrzehntelang bewährten Nachbarschaftsverbund. Sie alle werden am Samstag interkommunal in zwei gemischten Gruppen mit je neun Kräften antreten, samt dem wichtigen – längst mit Gold versehenen – Maschinisten und Bürkle als langjährige Mahlberger Führungskraft.

So hieß es auch abends noch vor dem Mahlberger Gerätehaus am eigenen Übungsgerüst fleißig zu trainieren: Vom Löschfahrzeug absitzen, anstehen und erste Kommandos nach Lageerkundung empfangen Der Wassertrupp baut Leitungen auf, der Angriffstrupp sorgt an der brennenden Scheune per herangetragener Steckleiter für die schnelle Rettung einer Person. Da sind etwa auch komplizierte Sicherheitsknoten an Rettungsleinen gefordert.

Derweil wird ein zweites "Feuer" in Form einer Klappe mit einem Wasserstrahle anvisiert und so "gelöscht". Zwischendurch gilt es immer wieder, weitere Kommandos vorschriftsmäßig zu wiederholen und sofort auszuführen. Und das schnell, aber ohne zu rennen oder zu stolpern – sonst drohen Minuspunkte.

Übrigens: Der jüngste Mahlberger Bronze-Aspirant ist mit 18 Jahren und somit gleich zu Beginn seiner freiwilligen Dienstverpflichtung mit dabei, der Älteste ist 59 Jahre alt. Letzterer ist Spät-Einsteiger bei der Feuerwehr. Bürkle dazu: "Das ist bei uns kein Altersproblem. Wer arztgeprüft gesundheitlich fit ist, ist bei uns genau so willkommen wie jüngere Kräfte!" Und das gelte nicht nur für Mahlberg. Aber nicht nur um Ältere, auch um aktive Frauen wird geworben – diese sind bei der Feuerwehr sehr geachtet.