Mahlberg Jubiläum lockt Tausende an

Der Einfallsreichtum und Einsatz von Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen haben sich gelohnt. Das Mahlberger Jubiläums geriet trotz anfänglichen Nieselregens zum durchschlagenden Erfolg.

 

Mahlberg. Tausende Besucher aus der gesamten Raumschaft waren schon am Samstag in der Innenstadt unterwegs. Die weiteste Anreise (700 Kilometer) hatte eine Delegation der Mahlberger Partnerstadt Malaucène in der Provence. Am Sonntag wurde das bunte Ereignis mit weiteren Tausenden Zuschauern nochmals getoppt, mit belebten Gassen und vollen Buden. Zeitepochen bis zum vorigen Jahrhundert wurden auf vielen Themenhöfen präsentiert. Alle 94 Attraktionen komplett anzulaufen, war nur mit viel Zeit möglich. An 21 weiteren Standorten wurde für das leibliche Wohl gesorgt.

Alles bleibt ruhig bei Feuerwehr und DRK

Die Besucher arbeiteten sich mit Hilfe des ausgeklügelten Programmhefts über acht spezielle historische Haupt-Stationen. Zu zeitlich abgestimmten Vorführungen an drei Altstadt-Bühnen entwickelte sich eine kleine Völkerwanderung. Auch für den Nachwuchs war einiges geboten. Vergangenes Handwerk weckte auch das Interesse von Kindern, das der älteren Besucher sowieso. Am historischen Markt vor dem Rathaus demonstrierten etwa Tischler, Drechsler, Seiler, Lederer, Silberschmiede und Korbflechter alte Techniken.

Am Sonntag sorgte Sonnenschein für eine weitere regelrechte Invasion der Mahlberger Altstadt. Da kämpften ein weiteres Mal badische Revolutions-Freischärler mit Mistgabeln gegen eine Militär-Übermacht und mussten schließlich nach lautem Vorderladerknall (ohne Kugeln, versteht sich) ihren Anführer gefangen nehmen lassen. Überall fanden Festbesucher Strohballen zum Sitzen, denn mitunter hatten sie Steigungen zum Mahlberger Vulkankegel zu erklimmen.

Dort hatte auch die Feuerwehr samt diskret positioniertem Löschfahrzeug schon vorab Schlauchleitungen "versteckt". Bei dem fulminanten Publikumsbetrieb wäre sonst ein schneller Einsatz unmöglich geworden. Glücklicherweise blieb alles ruhig. Auch das Rote Kreuz hatte – ebenfalls mit Unterstützung benachbarter Ortsgruppen – keine Ernstfälle zu verzeichnen. So brummte der Festbetrieb bis in den Abend hinein – alle aktiv Beteiligten, die meisten an Kostümen erkennbar, zeigten sich hoch zufrieden mit dem Festwochenende.

Weitere Bilder: www.lahrer-zeitung.de

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