Mahlberg Hochbehälter wird fast 100 000 Euro teurer

Der Spatenstich für den neuen Hochbehälter erfolgte im Juli 2021. Die Förderleitung für diesen wird nun 95 000 Euro teurer als geplant.Archivfoto: Decoux-Kone Quelle: Unbekannt

Neubau: Kritik an der Planung in Mahlberg / Förderleitung muss umplatziert werden

Mahlberg (ir). Im Zug des Neubaus des Hochbehälters muss die Förderleitung neu verlegt werden. Dies wird aber um die 95 000 Euro mehr als veranschlagt kosten, wie sich am Montag in der Mahlberger Gemeinderatssitzung zeigte. Mit der Begründung, dass umgeplant werden musste, gab sich Thomas Schwarz nicht zufrieden, er kritisierte mit harschen Worten das Planungsbüro.

Die bestehende Förderleitung verläuft westlich der B 3 über private Grundstücke und in einem Bereich unter einem Stromverteiler durch. Deshalb soll eine neue Förderleitung gelegt und dann die "alte" verdämmt werden.

Ursprünglich war angedacht, sie und weitere Leerrohre für Steuerkabel weiterhin auf der westlichen Seite auf öffentlichen Grundstücken neu zu verlegen. Allerdings stellte sich heraus, dass Asphalt und Untergrund des Rad- und Fußwegs mit Teer belastet ist und entsprechend entsorgt werden muss; zudem hatte das Wasserwerk Ettenheim Änderungen angeregt. Dies wollte man ebenso vermeiden wie die Rodung von Hecken und Büschen.

Nun sollen Förderleitung und Leerrohre östlich der B 3 verlegt werden. Diese müssen unterhalb der B 3 verlaufen, wodurch die Baustelle mit mehr Aufwand gesichert werden muss. Es fallen in diesem Zusammenhang zudem mehr Kosten für die Entsorgung von Boden an.

Stadtrat Thomas Schwarz ärgert sich

Die 95 000 Euro, die die Querung der B 3 nun kosten soll, waren in der Berechnung vom Juli 2020 nicht enthalten. Darüber ärgerte sich Schwarz. "Die Planer haben gewusst, dass die B 3 da ist", sagte er. Bei ihm verdichte sich der Eindruck, dass das Büro nicht sorgfältig plane. "Freisprechen" wollte Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz das Büro nicht, versuchte aber die Mehrkosten mit steigenden Baupreisen zu erklären.

Letztlich erhielt die Firma Lässle aus Schwanau als günstigste Bieterin von sieben Firmen den Zuschlag zum Angebotspreis in Höhe von 361 000 Euro. Der Beschluss fiel ebenso einstimmig wie die Vergabe eines weiteren Auftrags zur Erschließung eines Gewerbegrundstücks "Im Rittpfad" an die Firma Vogel Bau aus Lahr zum Preis von 227 400 Euro. Auch hier kosten die Arbeiten mehr, in diesem Fall 34 000 Euro. Auch dies nahm Schwarz nicht kritiklos hin – künftig solle man früher ausschreiben, um bessere Preise zu erzielen.

  • Bewertung
    0