Mahlberg Geld für Werkraum-Sanierung ist knapp

Die Grundschule Mahlberg muss ihren Werkraum dringend umbauen. Ob die Stadt diesen aber auch finanzieren kann, darüber waren sich die Räte uneins.Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Mahlberg - Grundsätzlich soll der Werkraum in der Grundschule umgebaut werden, wie die Stadträte am Montag in einer Gemeinderatssitzung beschlossen. Wie und wann steht noch nicht fest, zunächst wurde der Plan gebilligt und die Kosten in den Entwurf des Haushaltsplans 2021 aufgenommen. Es wird eine Frage des Geldes sein – denn die Kosten belaufen sich grob geschätzt brutto auf 233 000 Euro.

Außenstelle der Werkrealschule Kippenheim-Mahlberg sollt aufgelöst werden

Rektorin Johanna Herrmann ist der Umbau des Werkraums im Erdgeschoss ein großes Anliegen. Der Raum sei weder von Größe noch von der Ausstattung oder Möblierung her zeitgemäß.

Bis dato ist er für kleinere Werkrealschulklassen konzipiert und auf 15 Schüler ausgelegt. Grundschüler dürfen den Raum zur Zeit nicht betreten, weil er den für ihre Klassengröße geforderten Standards nicht entspricht. Der größere Platzbedarf ist nicht nur Corona geschuldet, sondern auch der Klassengröße. Die größte Klasse ist die Klasse vier mit 28 Grundschülern, erklärte Herrmann.

In Zukunft sollen in dem Werkraum aber ausschließlich Grundschüler unterrichtet werden. Denn die Außenstelle der Werkrealschule Kippenheim-Mahlberg in der Mahlberger Grundschule soll 2021/22 definitiv aufgelöst werden.

Außer die Argumente Platz, Sicherheit und die generelle Aktualisierung des 2002 eingerichteten Werkraums machte die Rektorin auch bildungspädagogische Vorgaben geltend: Die handwerklichen Fähigkeiten der Grundschüler müssen stärker gefördert werden.

Ein Problem ist der Umbau laut Architekt Achim Schlager nicht, der Werkraum könnte etwa durch ein Versetzen von Ständerwänden am Maschinenraum vergrößert werden. Die Kosten allerdings sind happig.

Es müssen Prioritäten gesetzt werden

Nur das Notwendigste in Sachen Umbau und Ausstattung koste bereits 233 000 Euro brutto, mit Optionen wie einer Lüftungsanlage und einer Multimediawand sind es dann geschätzt 300 000 Euro. Die generelle Lüftung des Raums, die über die Absaugung an den holzbearbeitenden Maschinen (schleifen, sägen) hinaus geht, sowie die Multimediawand bleiben laut Beschluss erst einmal eine Option im Entwurf.

Ob daraus mehr wird, ist offen. Bürgermeister Dietmar Benz erinnerte an die kommenden Sitzung in der es um den Medienentwicklungsplan für die Grundschule (Mahlberg) und die Förderschule (Orschweier) geht. "Auch da wird Geld in die Hand genommen", sagte er.

Der Notwendigkeit des Umbaus setzte Thomas Schwarz ein "aber" nach. Man wisse nicht, ob man in der Lage sei, beides zu finanzieren, weshalb man "irgendwo Prioritäten setzen muss".

Ihm pflichtete Rolf Baum bei, er hatte angesichts weiterer Aufgaben der Stadt "erhebliche Bedenken". Während Schwarz die Frage nach einem sukzessiven Umbau aufwarf (der so laut Herrmann nicht möglich ist) empfanden Ulrike Kesselring und Klaus Deutschkämer den Einbau einer Lüftungsanlage zur Vermeidung von Feinstaub als wünschenswert.

Geteilter Meinung waren Ulrike Kesselring und Nikolaj Blasi über die Multimediawand. Kesselring war für ihren Kauf, Blasi dagegen, weil diese kaum genutzt würde, wie er aus seiner eigenen Erfahrung als Lehrer wüsste.

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