Mahlberg Brand verursacht Millionenschaden

Mahlberg - Das ehemalige Gasthaus Löwen in Mahlberg ist bei einem Großbrand am Pfingstsonntag schwer beschädigt worden. Alle Bewohner konnten sich retten. Feuerwehr und Polizei gehen von einem Schaden von mehr als einer Million Euro aus.

Die Mahlberger Wehr wurde gegen 12.40 Uhr zu einem Feuer im Bereich der Bromergasse und Karl-Kromer-Straße gerufen. Zunächst brannte nur ein Schuppen, der an das Jahrhunderte alte Gebäude – heute ein Wohnhaus – angebaut war. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Brand bereits auf das ehemalige Gasthaus Löwen übergegriffen, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Mahlberg. Zur Unterstützung seien die Einsatzkräfte der Feuerwehr Kippenheim samt Abteilung Schmieheim sowie die Drehleitern der Feuerwehren Ettenheim und Lahr hinzugerufen worden. Insgesamt waren rund 50 Wehrleute aus der südlichen Ortenau im Einsatz.

Flammen breiten sich vom Schuppen aus

Der Brand sei vom Nebengebäude – wahrscheinlich begünstigt durch die herrschende Trockenheit und den starken Wind – an der Fassade entlang in den Dachstuhl des alten Fachwerkhauses gezogen, berichtete Martin Müller, Einsatzleiter der Mahlberger Wehr, der Nachrichtenagentur Kamera 24 am Sonntagnachmittag. Die immense Größe und das Alter des Gebäudes hätten die Löscharbeiten erschwert.

Aufgrund der massiven Holzdecke sei der Zugang von unten versperrt gewesen. Schließlich habe man sich "von oben nach unten" durchkämpfen müssen, so Müller. Den Feuerwehrleuten gelang es schließlich, den Dachstuhlbrand unter Kontrolle zu bringen, sodass der akute Einsatz gegen 17 Uhr beendet wurde.

"Die Anwohner wurden rechtzeitig gewarnt und konnten das Gebäude unverletzt verlassen", berichtet das Polizeipräsidium Offenburg. Sie seien zunächst in der Stadthalle Mahlberg untergebracht worden. Durch den Brand kam es laut Polizei auch zu einer starken Rauchentwicklung im Ort. Die Mahlberger Bürger seien daher über Lautsprecher gebeten worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und die Fenster zu schließen. Das Polizeipräsidium spricht von einem Schaden in Höhe von mehr als einer Million Euro. Das Gebäude bleibe vorerst unbewohnbar.

Ursache bleibt vorerst noch unklar

"Zur Ursache kann ich nichts sagen", erklärte Feuerwehrkommandant Rolf Ackermann im Gespräch mit der Lahrer Zeitung am Montag. Zunächst seien seine Kollegen in Vier-Stunden-Schichten mit jeweils vier Einsatzkräften die Nacht über mit den "Nachlöscharbeiten" beschäftigt gewesen. Noch während diese liefen, hätten Mitarbeiter der Kriminaltechnik die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Bewohner seien mittlerweile vom Eigentümer des Gebäudes und der Gemeinde auf Not-Unterkünfte verteilt worden oder bei Verwandten untergekommen, berichtete Ackermann weiter.

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