Straßensperrung sogt für Wirbel Beschwerde aus Mahlberg macht Kippenheim "sprachlos"

Die Baustelle in der Oberen Hauptstraße in Kippenheim sorgt für eine Straßensperrung – und diese für Ärger. Foto: Merz

Mahlberg/Kippenheim - In der Oberen Hauptstraße in Kippenheim, nahe der Traubenannahmestelle, wird derzeit ein Mehrfamilienhaus gebaut. Seit Anfang der Woche ist dieser Bereich deshalb gesperrt, worüber sich die Mahlberger Stadträtin Ulrike Kesselring bei der jüngsten Gemeinderatssitzung verärgert zeigte – was man in Kippenheim nicht nachvollziehen kann.

Der gesperrte Bereich ist, so Kesselrings Erläuterung, Teil der Zufahrt zum Mühlenpfad/Wirtschaftsweg, die deshalb ebenfalls nicht befahrbar sei. Viele Autofahrer würden dann vom Mahlberger Buck kommend rechter Hand auf den Wirtschaftsweg abbiegen, der entlang der B 3 verläuft. Sie habe in diesem Bereich beim Abbiegen einige "kriminelle" Situationen beobachtet, so die Stadträtin.

Zum einen befürchtet sie, dass die komplette Zufahrt im Bereich Traubenannahmestelle auf sehr lange Zeit gesperrt bleibe, zum anderen wollte sie von Bürgermeister Dietmar Benz wissen, ob Mahlberg vorab über die Sperrung informiert wurde und ob es dazu keine Verpflichtung gebe. Beides verneinte Benz, der Kesselrings Empörung nicht teilt. Sein Rat an alle Verkehrsteilnehmer: "Es hilft nur Vorsicht walten zu lassen."

Irritiert und erst einmal "sprachlos" über eine mögliche Informationspflicht zeigte sich Kippenheims Rathauschef Matthias Gutbrod auf LZ-Nachfrage. Die interne Straßenabsperrung habe mit Mahlberg überhaupt nichts zu tun. "Ich wüsste nicht, dass das die Nachbargemeinde etwas angeht", antwortete er knapp. Wenn in Mahlberg zeitweise eine Straße gesperrt werde, werde Kippenheim auch nicht davon unterrichtet, was auch so üblich sei.

Über die komplette Straßensperrung im Bereich Traubenannahmestelle hat die Gemeinde Kippenheim die Öffentlichkeit vorab unterrichtet – und zwar auf dem gewohnten Weg per Mitteilungsblatt. In der Ausgabe vom 17. Juni wird auf eine Vollsperrung hingewiesen. Nachzulesen ist dort auch der Zeitraum, wie lange die Zufahrt in den Mühlenpfad voraussichtlich nicht möglich sein wird, und zwar bis zum 17. Juli.

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