Mahlberg Auch nach 20 Jahren noch beliebt

Mehr Gäster als erwartet ­haben am Wochenende für einen Besucheransturm beim Knoblauchfest der Feuerwehr gesorgt. Die hatte sich allerdings vorab gut dafür gewappnet.

Mahlberg. Das hatte sich die Freiwillige Feuerwehr in ih­ren kühnsten Träumen nicht ausgemalt: Zu ihrem 20. Knoblauchfest am vergangenen Wochenende fanden sich geschätzt rund tausend Gäste ein, um sich mit der speziell duftenden Würzknolle einen gesundheitlichen Gefallen zu tun. Schon am Freitagabend brummte der Laden, waren sämtliche 480 Sitzplätze im Gerätehaus, in einer angebauten Großbude und im herbstlich-angenehmen Freien hoch gefragt.

Zuvor hatte Orschweiers Ortsvorsteher Bernd Dosch den obligatorischen Fassanstich souverän mit drei trockenen Schlägen gemeistert. In seinem Dorf war 1975 das Knoblauchfest vom damaligen Kommandanten Lothar Mutz erfunden worden. Ein Erfolgsrezept, denn nach Zusammenlegung mit den Mahlberger Kameraden wird das beliebte Fest seit mehreren Jahren im neuen Gerätehaus fortgeführt, heuer schon zum 20. Mal seit der Premiere.

Auch deshalb verzichtete Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz gern darauf, den Holzhammer für den Anstich noch einmal selbst in die Hand zu nehmen. Mehrfach hatte er dabei, zum besonderen Gaudium des Publikums, heftige Bierschaum- Fontänen aus dem Fass klopft.

Der Fassanstich wurde vom Musikzug Orschweier blechblaskräftig unterstützt. Auch später und am nächsten Abend sorgte dieser mit seinem Dirigenten Simon Ruf für musikalische Unterhaltung mit Märschen, Volkstümlichem und Schlagern. Nicht nur nahezu sämtliche Kräfte der aktiven Wehr waren derweil im Festeinsatz, sondern auch Ehefrauen, Lebensgefährten und die Jugendfeuerwehr. Zuvor hatte schon die stets zuverlässige Altersabteilung mit dafür gesorgt, dass knapp 20 Kilo der frischen Knoblauchknollen zeitig geschält worden waren.

Der samstagabendliche Besucherbetrieb steigerte sich zur Freude des Kommandanten Rolf Ackermann zu einem neuen Besucherrekord, nicht nur wegen des schönen Herbstwetters. Die Freiwillige Feuerwehr packte das teils heftige Bedienungsgeschehen abermals souverän. Wer Knobi wollte, bekam den in allen Formen, außer in üblichen Getränken.

Gleich 18 Kameraden nebst einigen Frauen der "Sapeurs Pompers" aus Mahlbergs provencalischer Partnerstadt waren sogar über 700 Kilometer weit angereist, um mitzufeiern, teils sogar per Fahrrad. (Wir berichten noch).

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