Schuttertal Neujahrsempfang: Gabbert glaubt an Erfolg der Mitfahrbänke

Schuttertal - Der Neujahresempfang der Gemeinde Schuttertal stand unter besonderen Vorzeichen: Carsten Gabbert geht in sein letztes (halbes) Jahr als Bürgermeister, gleichzeitig ist das Jubiläumsjahr 750 Jahre Ortsteil Schuttertal eröffnet worden.

"Es wird nicht mein letzter Neujahresempfang in der Gemeinde Schuttertal sein", sagte Gabbert gleich zu Beginn seiner "letzten" Neujahresansprache im Ort schmunzelnd. Denn er hoffe, auch in den kommenden Jahren eingeladen zu werden – dann als Alt-Bürgermeister.

Der Rathauschef lobte insbesondere die Grundschule Schuttertal unter der Leitung von Rektorin Susanne Junker, die als einzige Schule in Baden-Württemberg als "Philosophierende Grundschule" zertifiziert worden sei. Gleichzeitig betonte er, dass die örtliche Grundschule auch für den Deutschen Schulpreis nominiert ist.

Sowohl die Pfarrscheune – hier entstehen eine Pflegewohngruppe, Begegnungsräume für Bürger, eine Tagesbetreuung sowie zwei Seniorenwohnungen – als auch die Mitfahrerbänke hob Gabbert positiv hervor. Trotz vieler Diskussionen, wie lange man auf die Mitnahme warten muss, sei er überzeugt, dass seit Beginn des Projekts Anfang 2019 schon viele 100 Fahrten positiv abgewickelt wurden. In diesem Zusammenhang dankte er der Gemeinde Seelbach und der Stadt Lahr mit den Stadtteilen Kuhbach und Reichenbach für die Kooperation.

Durchschnittsalter im Gemeinderat liegt bei unter 30 Jahren

Als schwierig betrachtete er das Thema Baulandsentwicklung, denn auch im ländlichen Raum gebe es eine unglaublich große Nachfrage nach Bauplätzen, so Gabbert. Dabei habe die Gemeinde nur noch wenig Bauland übrig. Viele junge Familien würden Einfamilienhäuser bevorzugen, doch er halte es für wichtig, dass auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden, in denen mehrere Familien oder andere Wohnungssuchende der Gemeinde Platz haben, hob Gabbert hervor.

"Es ärgert mich, wie das Thema Klimawandel aktuell diskutiert wird", sagte der Bürgermeister und fügte an, dass dieses Thema schließlich nicht neu sei. Die Debatten um den Klimawandel seien sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik sehr wichtig, sagte Gabbert. Der Bürgermeister betonte, dass es sein Bestreben sei, einen verträglichen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Im Hinblick auf die vergangenen Kommunalwahl freue es ihn, dass das Durchschnittsalter der Gemeinderatsmitglieder jetzt 29,8 Jahre betrage. Dies sei ein sehr gutes Signal für Schuttertal. Der Bürgermeister gab beim Neu­- jahrsempfang auch einen Überblick über fertiggestellte Projekte­ – etwa der Breitbandausbau oder die komplette Straßensanierung im Ortsteil Schuttertal – und kam auch auf den neuen Haushaltsplan zu sprechen.

Gabbert ist überzeugt, dass das Ortsjubiläum ein voller Erfolg wird

Er hoffe, dass auch in Dörlinbach bald mit dem Breitbandausbau begonnen werden könne, versicherte der Rathauschef. Das Projekt Pfarrscheune sei bereits am Laufen, wie man an der großen Baustelle in der Pfarrgut­straße sehen könne; auch der Digitalpakt an der Grundschule soll umgesetzt werden. Außerdem würden im neuen Jahr verschiedene Sanierungen sowie Neuanschaffungen von Fahrzeugen für die Feuerwehr anstehen.

Im Hinblick auf das Jubiläum 750 Jahre Ortsteil Schuttertal sei er sehr zuversichtlich, dass das die "Schuttertäler" genauso gut hinbekommen würden wie die "Schweighausener" im vergangenen Jahr bei ihrem 800-Jährigen, das er sehr lobte. Vor allem das Kräuterlabyrinth und der Kohlemeiler hätten ihn sehr beeindruckt.

Gabbert dankte der Kämmerin der Gemeinde, Ursula Gruninger, die nur noch ein paar Monate dort arbeitet, bevor sie nach mehr als 40 Jahren in den Ruhestand geht. Nach dem Empfang ließen die Besucher den Vormittag bei einem Umtrunk mit interessanten Begegnungen und Gesprächen ausklingen.

  • Bewertung
    1