Lokales Unfall: 60-Tonner stürzt 40 Meter in die Tiefe

Bis fast um Mitternacht arbeitete die Hornberger Feuerwehr an der Absicherung des Schwertransporters. Foto: Feuerwehr

Wolfach/Hornberg - Ein Schwertransport ist am Mittwoch von einem Waldweg zwischen Wolfach und Hornberg 40 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Lkw hat sich dabei mehrfach überschlagen, beide Insassen wurden schwer verletzt.

Der 60 Tonnen schwere Lastwagen, beladen mit einem Betonteil einer Windkraftanlage, ist am Mittwochabend auf dem Weg zum Windpark auf der Schondelhöhe einen Abhang hinuntergestürzt. Zunächst war in einer Pressemitteilung der Polizei von einem schwer verletzten 51-jährigen Beifahrer die Rede. Allerdings sei auch der 59-jährige Fahrer des Lastwagens schwer verletzt worden, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg auf Nachfrage unserer Zeitung. Beide seien mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum nach Villingen gebracht worden.

Laut Polizei war der Sattelauflieger des Transports gegen 20.42 Uhr auf dem geschotterten Waldweg zwischen Hornberg und Wolfach-Kirnbach nach einer Rechtskurve mit den Rädern auf den Wegesrand geraten.

Hornberger Feuerwehr sichert Unfallstelle ab

Dieses hielt der Belastung des vierachsigen Aufliegers nicht mehr stand und sank ab, so die Polizei. Der Auflieger kippte in der Folge um und stürzte die steile Böschung hinab. Die Zugmaschine wurde mitgerissen. An der Unfallstelle waren zunächst zwei Notärzte, acht Kräfte des Rettungsdienstes und die Besatzung des Hubschraubers im Einsatz.

Später sicherte die Freiwillige Feuerwehr Hornberg mit 25 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen das Gefährt gegen ein weiteres Abrutschen, erklärt Feuerwehrkommandant Uwe Bähr im Gespräch gegenüber unserer Zeitung. Hierfür habe die Feuerwehr den Schwertransport mit einer Kette an einen großen Traktor, der auf dem Waldweg abgestellt wurde, befestigt. Diese großen Zugmaschinen seien ursprünglich vom Logistikunternehmen dazu verwendet worden, den Lastwagen bei Steigungen der extra für den Bau der Windkraftanlagen gebauten Straße zu unterstützten, erklärt Bähr. "Zum Unfallzeitpunkt waren sie jedoch nicht angehängt, da es sich um eine ebene Fläche handelt", sagt der Feuerwehrkommandant. Für ihn und seine Kollegen war der gefährliche Einsatz gegen 23.30 Uhr beendet. "So was haben wir noch nicht gehabt", so Bähr abschließend.

Zugmaschine wurde noch am Donnerstag geborgen

Ab Donnerstagmittag übernahm eine Bergungsfirma. Noch am Nachmittag sei die Zugmaschine vom Hang entfernt worden. "Die vor Ort befindlichen Arbeiter sind guten Mutes, auch den Sattelauflieger im Verlauf des Tages noch sichern zu können", so ein Sprecher der Polizei am Donnerstagnachmittag. Die Bergung des geladenen Betonelements werde erst heute, Freitag, erfolgen. Der Waldweg müsse zur weiteren Verwendung erneuert werden.

Der Geschäftsführer des Kehler Transportunternehmens war für unsere Zeitung am Donnerstag nicht zu sprechen. Die Polizei geht von einem Schaden von rund 100 000 Euro aus.

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