Lokales Endlich wieder gemeinsam spielen

Sozialarbeiter Heiko Heimburger (Dritter von links) und Melissa Zucano (Dritte von rechts) vom Schlachthof-Team freuen sich über das Wiedersehen mit ihren Schützlingen.Foto: Stadt Foto: Schwarzwälder Bote

Lahr - Nicht nur die Kinder und die Jugendlichen sind erleichtert, sondern auch die Verantwortlichen: Endlich hat der "Schlachthof – Jugend & Kultur" wieder geöffnet. Seit Mitte Juni gibt es zahlreiche Angebote im Kinder- und Jugendtreff. Kinder und Jugendlichen hätten jetzt wieder eine Alternative zum Zeit verbringen, erklärt Alina Treiber, Mitglied im Jugendgemeinderat, am Montag beim Neustart des Programms. Ohne den Kinder- und Jugendtreff gab es laut Treiber in Lahr einfach keine Plätze, wo man sich austoben konnte.

Eines der anwesenden Kinder lauscht interessiert den Worten Treibers. Der Junge freut sich sehr, wieder regelmäßig in den Schlachthof zu kommen. Er habe es zu Hause gegen Ende der Kontaktbeschränkungen einfach nicht mehr ausgehalten, erzählt er. Hier im Schlachthof fühle er sich wie bei seiner Familie.

Restaurants profitieren sogar doppelt

Senja Töpfer, Leiterin des Amts für Soziales, Schulen und Sport, weiß um die immense Bedeutung des Schlachthofs und dem damit verbundenen Schritt zur Normalität. Schon jetzt hätten viele Bildungseinrichtungen durch die Corona-Krise etwa mit Sprachproblemen und Übergewicht bei den Kindern und Jugendlichen zu kämpfen. "Daran, so Töpfer, werden wir noch eine ganze Zeit lang zu knabbern haben." Wer mag es ihnen verübeln, mussten sie während des Lockdowns die meiste Zeit zu Hause bleiben, erklärt Töpfer. Deshalb freue sich die Amtsleiterin endlich wieder ein abwechslungsreiches Programm vor allem für Familien mit Kindern anbieten zu können. Als erstes geöffnet hat der Skate-Park im Schlachthof. Der ist seit mittlerweile drei Wochen im hinteren Teil des Schlachthofs wieder zugänglich.

Daneben könne bereits auch wieder Volleyball gespielt werden, berichtet Sozialarbeiter Heiko Heimburger. Auf dem Gelände haben die Verantwortlichen seit Mitte Juni alles an die entsprechenden Corona-Verordnungen angepasst. Es wird in zwei Bereiche unterteilt: die inneren und äußeren Angebote.

Zu den inneren Angeboten zählt etwa Billard, das laut Heimburger zu den beliebtesten "Sportgeräten" auf dem Areal gehört. Da das Infektionsrisiko in geschlossenen Räumen jedoch bekanntlich um ein Vielfaches höher liegt, hat sich das Schlachthof-Team entschieden, einige Angebote nach draußen zu verfrachten. Dazu zählt etwa der Tischkicker oder Cornhole.

Ursprünglich sei beim Neustart angedacht gewesen, die Jüngeren am Montag und die Älteren am Freitag auf dem Gelände zu betreuen. Das hätte aber nicht geklappt, berichtet Sozialarbeiter Heimburger. Die Kinder und Jugendlichen hätten sich einfach nicht an die Alterseinteilungen gehalten. Durch die weiteren Lockerungen hoffe er nun, dass sich ab dem 1. Juli das Treiben auf dem Schlachthof weiter normalisiert. Auffällig sei laut Heimburger schon jetzt, dass es den jungen Menschen merklich an Kontaktsport fehlt.

Eine weitere Auffälligkeit ist laut dem Sozialarbeiter der Unterschied im Umgang mit dem Coronavirus. Wer schon seit längerem in der Schule sei, könne sich besser an die Hygiene- und Abstandsregeln halten.

Im Rahmen der Wiedereröffnung des Kinder- und Jugendprogramms beim Schlachthof wurde bekannt, dass es in diesem Sommer auch ein Lahrer Ferienprogramm geben wird. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.unser-ferienprogramm.de/lahr/index.php.

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