Lokales "Ausbau der A 5 rückt näher"

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Lahr - Weiterer Schritt zum Ausbau der Autobahn: Auf beiden Seiten soll zwischen Offenburg und Riegel soll in einem Zug jeweils eine Spur angebaut werden. Außerdem steht jetzt fest, dass der Ausbau von A 5 und Rheintalbahn parallel geplant werden.

Beidseitiger Ausbau möglich 

Dass der Ausbau der A 5 auf sechs Fahrspuren zwischen den Anschlussstellen Offenburg und Riegel voraussichtlich beidseitig erfolgen kann, ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie des Regierungspräsidiums Freiburg, hat die Behörde mitgeteilt.

Das bedeute, dass auf der westlichen und der östlichen Seite des Autobahnabschnitts jeweils eine Spur angebaut werden soll. Die Machbarkeitsstudie liefere auch wichtige Daten zu der gebündelten Planung von Autobahn und Rheintalbahn, so das Regierungspräsidium weiter. Das dritte und vierte Gleis der Rheintalbahn und die künftig sechsspurige A 5 sollen im Abschnitt Offenburg bis Riegel parallel und so eng gebündelt wie möglich verlaufen.

Planung der Rheintalbahn läuft bereits 

Während die Planungen für den Ausbau der A 5 noch nicht begonnen haben, läuft die Planung der Rheintalbahn durch die Deutsche Bahn bereits: Parallel zur A 5 sollen ein drittes und viertes Gleis entstehen. Um dennoch eine Abstimmung zu ermöglichen, habe das Regierungspräsidium bereits im Vorfeld einzelne Daten für die A 5 ermittelt, die der Bahn als Planungsgrundlage dienen.

"Dazu gehört neben der künftigen Höhenlage der Fahrbahn, die in den vergangenen Jahren mit der Streckensanierung der A 5 festgelegt wurde auch die Ausbaurichtung und damit die Frage, ob der Anbau nur östlich, nur westlich oder auf beiden Seiten erfolgt", so die Behörde.

Zwar hatten die Experten hierzu in der Vergangenheit eine Voreinschätzung für einen beidseitigen Ausbau kommuniziert, an der sich die Deutsche Bahn bislang orientiert habe. Eine belastbare Aussage ist laut Regierungspräsidium jedoch erst auf Grundlage der nun vorliegenden Machbarkeitsstudie möglich. Diese bestätigt die Voreinschätzungen der Fachleute.

Beide Projekte gemeinsam planen und durchführen 

Der ­Bundestagsabgeordnete Peter Weiß (CDU) freut sich über die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie: "Wieder rückt der sechsspurige Ausbau der A5 ein Stück näher", schreibt Weiß in einer Pressemitteilung. Die Machbarkeitsstudie des Regierungspräsidiums liefere endlich belastbare Daten für den parallelen Ausbau von Autobahn und Rheintalbahn. "Mir war und ist wichtig, dass beide Großprojekte gemeinsam geplant und gebaut werden, da ansonsten ein Schildbürgerstreich unbekannten Ausmaßes gedroht hätte", so der Abgeordnete.

Es wäre nicht zu erklären gewesen, wenn der Fall eingetreten wäre, dass etwa an Brückenbauwerken und Unterführungen zweimal Baumaßnahmen vorgenommen werden, weil die Planungen nicht aufeinander abgestimmt waren, so Weiß weiter.

Im Rahmen eines Besuchs im Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten überbrachte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, bereits im vergangenen Jahr die gute Nachricht, dass der Bund mit dem Land eine schnelle Planung des A5-Ausbaus vereinbart habe.

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