Langfinger in Ichenheim Erneut Wohnwagen-Diebe am Werk

Nadine Goltz
Unbekannte haben sich Sonntagnacht Zugang zu einem Gelände in der Rheinstraße in Ichenheim verschafft und gleich drei Wohnwagen gestohlen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Foto: Berg

Am 15. Januar wird ein Wohnmobil in Nonnenweier gestohlen. Nur eine Woche später kommt es erneut zu einem Vorfall: Dieses Mal haben Diebe gleich drei Wohnwagen auf einem Gelände in der Rheinstraße in Ichenheim mitgehen lassen.

Ichenheim - Unbekannte haben sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf einem Gelände in der Rheinstraße im Neurieder Ortsteil Ichenheim zu schaffen gemacht. "Mindestens drei Täter brachen vermutlich im Zeitraum zwischen 1 und 2 Uhr nachts ein Tor zum dortigen Grundstück auf und entwendeten drei Wohnwagen", schreibt die Polizei in einer Meldung am Montagmittag und bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 07807/ 95 79 90. "Dadurch, dass es Wohnwagen waren, die nur mit Fahrzeugen mit einer Anhängerkupplung gestohlen werden können, gehen wir von mindestens drei Tätern und drei Fahrzeugen aus", sagt Yannik Hilger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Offenburg.

Zusammenhang zwischen beiden Diebstählen wird geprüft

Einen ähnlichen Fall hatte es nur eine Woche zuvor, am Samstag, 15. Januar, in Nonnenweier gegeben. In der "Neue Rheinstraße" hatten Unbekannte ein Wohnmobil gestohlen. Gegen 23.20 Uhr habe ein Anwohner den Motor eines Wohnmobils aufheulen hören. Auf der Straße habe er nur noch die gewaltsam entfernte Parkkralle aufgefunden. "Eine sofort eingeleitete Suche der alarmierten Polizeibeamten nach dem weißen Wohnmobil verlief erfolglos", hieß es am Montag drauf – bis heute fehlt jede Spur von dem Fahrzeug.

Da kommt die Frage auf, wie hoch denn die Chancen in solchen Diebstahlfällen sind, das Fahrzeug wieder zu erlangen? "Das hängt stark von der jeweiligen Hinweislage ab. Sind viele Spuren am Tatort hinterlassen worden, wurde es sogar per Überwachungskamera aufgezeichnet und haben im besten Fall noch Anwohner Hinweise geben können, dann sind die Chancen natürlich deutlich höher, als wenn dies alles nicht oder nur wenig gegeben ist", erklärt Hilger im Gespräch mit der Lahrer Zeitung. Hinzu komme die Nähe zum Rhein. "Wir können nicht ausschließen, dass die Täter mit den Fahrzeugen über die Grenze gefahren sind. Sollte dies der Fall sein, würde dies die Ermittlungen zusätzlich beeinträchtigen", sagt Hilger. Er könne zwar keine genaue Zahlen nennen, die Polizei wisse aber sehr wohl, dass sich entlang der Rheinschiene die Wohnwagen- und Wohnmobil-Vorfälle häufen würden. Bei Kontrollfahrten im Rheingebiet habe man ein besonderes Auge darauf, versicherte der Pressesprecher.

"Aufgrund der zeitlichen sowie räumlichen Nähe der beiden Vorfälle in Schwanau und Neuried, wird derzeit von unseren Spezialisten auch ein Tatzusammenhang geprüft", sagt Hilger. Insgesamt geht er von einem Schaden von mehreren zehntausend Euro aus. "Zeugenhinweise sind enorm wichtig", betont der Pressesprecher einmal mehr. Und wenn es nur die "kleinste Kleinigkeit" sei. "Wir sind dankbar über jeden noch so kleinen Hinweis."

Prävention

Um es gar nicht erst zum Wohnmobil- oder Wohnwagendiebstahl kommen zu lassen, können Besitzer gewisse präventive Maßnahmen treffen. "Die Fahrzeuge sollten auf einem verschlossenen Gelände, bestenfalls in einer abschließbaren Garage stehen", sagt Pressesprecher Hilger. Falls dies nicht geht, sollte man das Gefährt an eine belebte und gut ausgeleuchtete Straße stellen. "Auch ein Anhängerschloss ist hilfreich", sagt Hilger.

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