Land investiert in Offenburg 17-Millionen-Anbau für die Polizei

4000 Quadratmeter Fläche bietet der viergeschössige Anbau an das bestehende Gebäude. Foto: Ingeborg F. Lehmann

Sicherheit: Erweiterung des Präsidiums in Offenburg eröffnet / 150 neue Arbeitsplätze entstehen

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Erweiterung des Offenburger Polizeipräsidiums fertig. Mit dem 17 Millionen Euro teuren Anbau ist die Polizei künftig vor allem in den Bereichen Kriminal- und Cybertechnik noch besser aufgestellt.

Offenburg - Ole Nahrwold, Regierungsdirektor und Leiter des Amts Vermögen und Bau Baden-Württemberg, begrüßte die Gäste aus den Reihen der Politik, der Polizei und der Stadt Offenburg. Beim Bau der Erweiterung des Polizeipräsidiums habe man "den Schwierigkeiten der Pandemie" getrotzt und vor allem "an einem Strang gezogen". Er sei sehr froh, dass er nun das Gebäude an Polizeipräsident Reinhard Renter übergeben könne.

Der Grundstein für die Erweiterung war im April 2019 gelegt worden. Nötig wurde sie nach der Zusammenlegung der Polizeidirektionen Rastatt, Baden-Baden und Offenburg. Herzstück des neuen viergeschossigen Gebäudes wird das Führungs- und Lagezentrum sein, in dem künftig die Notrufe eingehen werden. Zudem gibt es moderne Büros für die Kriminal- und Cybertechnik.

Räume auf 4.000 Quadratmetern Fläche

"Ohne Sicherheit bedeutet Freiheit nichts", sagte Gisela Splett, Staatssekretärin im Finanzministerium des Landes. Sie freue sich, dass sie den Bau der Erweiterung von der Grundsteinlegung bis zur Eröffnung verfolgen konnte. 17 Millionen Euro, erklärt sie, sind in den Anbau geflossen, der mit seinen 4000 Quadratmetern Fläche für eine "weitere Professionalisierung" der Polizeiarbeit stehen soll. Auch in Sachen Energieeffizienz habe man ein Zeichen gesetzt. So sei auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert worden, aus der der Anbau seinen Strom bezieht. Der Wunsch der Beamten, zwischen den beiden bestehenden Gebäuden eine bauliche Verbindung herzustellen, konnte glücklicherweise erfüllt werden, freut sich die Staatssekretärin.

Polizei-Inspekteur Andreas Renner ist sich sicher, dass die Beamten im Anbau künftig "optimale Arbeitsbedingungen" vorfinden. Er stellte heraus, wie wichtig gute Polizeiarbeit in einer Tourismusregion wie der Ortenau sei. Alleine die geografische Lage stelle mit der Nähe zu Frankreich eine Herausforderung da. Schließlich seien auch immer wieder Kriminelle an der Grenze aktiv. Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen. Mit der Erweiterung habe man ein "Mehr an Sicherheit" gewonnen.

"Hausherr" des Anbaus wird Polizeipräsident Renter sein. Ihm war es wichtig, dass die neuen Räume offen und hell gestaltet sind, um für ein angenehmes Arbeitsklima zu sorgen. Kurz blickt er zurück auf die Schwierigkeiten, die es nach der Zusammenlegung der Direktionen gab, als die Räumlichkeiten dafür noch nicht gegeben waren. Teilweise mussten Zimmer mehrfach belegt werden. Auch die Bauarbeiten hätten immer wieder im Alltag leicht gestört. Umso glücklicher ist er jedoch über die Fertigstellung. Eine Erweiterung wie diese lasse "das Herz eines Polizeichefs vor Freude schneller schlagen", sagt diese. Mit dem Anbau sei das Präsidium vor allem in den Bereichen Cyber-Kriminalität und der Verfolgung von Kinder-Pornografie besser aufgestellt.

Oliver Martini, Bau-Bürgermeister der Stadt Offenburg, sagte, dass das Land ein "klares Bekenntnis" zum Standort Offenburg gegeben habe. Mit dem Anbau an das bestehende Gebäude habe die Stadt zudem etwas für die Innenentwicklung getan. Kulturell untermalt wurde die Zeremonie von einem Bläserquartett der Polizei. Zwei Stücke gaben die Beamten zum Besten.

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