VfR Willstätt - SC Lahr U23 (Sonntag, 15 Uhr). Doch etwas überraschend steht das Lahrer Perspektivteam mit der Maximalausbeute von neun Punkten nach drei Spielen an der Tabellenspitze. Vor allem in der Offensive läuft es für den Sportclub, der bereits elf Treffer erzielen konnte. Der neue Trainer Andrej Zerr macht damit genau da weiter, wo er in der letzten Saison mit dem Nachbarn und Kreisliga A-Aufsteiger FV Dinglingen aufgehört hatte: mit Siegen am Fließband. Überbewerten möchte Zerr die Siegesserie allerdings nicht. "Klar haben wir einen richtigen Traumstart hingelegt und wir sind auch glücklich über jeden Punkt, aber wir bleiben definitiv auf dem Boden", so der 46-jährige Übungsleiter. Denn Zerr kann die Gründe für den Erfolg der letzten Wochen ganz gut einordnen: "Wir haben in den ersten drei Spielen sehr viel Unterstützung aus unserer Verbandsligamannschaft bekommen", sagt Zerr über sein Team, dass unter anderem mit Spielern wie Konstantin Fries, Ümit Sen oder Johannes Wirth prominent verstärkt worden war. Doch das ist jetzt vorbei. "Ab jetzt greift die Stammspielerregelung, das heißt, wir stellen Spieler zur Ersten ab und nicht mehr umgekehrt", betont Zerr. "Bei denen fehlen einige urlaubsbedingt." Zerr betont, dass es in der U23 einen Kern von Stammspielern gebe, der in der Regel mit Spielern der Ersten auf einigen Positionen lediglich ergänzt werde: "Wir spielen immer unser System. Und die Spieler aus der Verbandsliga die dazukommen sind alle so gut ausgebildet, dass sie sich da nahtlos einfügen. Das ist ja schließlich kein Hexenwerk." Wer am Ende in der Bezirksliga ganz oben stehen wird, darüber will sich Zerr kein Urteil erlauben, zumal er die neue Klasse noch nicht so gut kennt. Wer es dagegen nicht wird, weiß der Trainer dagegen genau: Sein SC Lahr. "Wir haben wirklich nicht die Mannschaft, um um den Aufstieg zu spielen", hält Zerr den Ball flach. "Ich bin aber zufrieden, wenn die Jungs dazulernen und an jedem Spieltag versuchen, ihre beste Leistung auf den Platz zu bringen."