Lahr Wylert fordert Lkw-Fahrverbot

Kippenheimweiler hofft auf eine Verkehrsentlastung. Foto: Schabel

Kippenheimweiler - Kippenhweimweiler positioniert sich vor der entscheidenden Kreistagssitzung zur geplanten B 3-Umfahrung. Der Ortschaftsrat hat am Donnerstag per Pressemitteilung seine Forderungen artikuliert.

"Die Neubauplanung der Kreisstraße 5344 von Ringsheim nach Lahr ist eines der ganz großen Themen, die unsere Raumschaft derzeit beschäftigt", heißt es in dem Schreiben des Ortschaftsrats. Es sei erfreulich, dass in dieser Diskussion der Verantwortlichen die Variante 1 zum Wohle aller nicht mehr von Bedeutung ist.

In einer Online-Sitzung hat der Ortschaftsrat seine Positionen und Bedenken für die geplante Kreisstraße 5344 wie folgt formuliert: Der Verkehr in der Kaiserswaldstraße muss deutlich vermindert werden.Vorrangig ist dabei die Reduzierung des Schwerlastverkehrs.

Kreisstraße in zwei Bauabschnitten realisieren

Bereits heute zerschneiden mit der A5, den Kreisstraßen sowie der Bahnlinie gravierende Verkehrsachsen auch die Gemarkung Kippenheimweiler erheblich. Die neue Kreisstraße muss unseres Erachtens so nah wie möglich an der Bahn entlang verlaufen, um die weitere Zerschneidung der Landschaft und die Belastung für die Bewohner so gering wie möglich zu halten.

Die Umsetzung der Kreisstraße müsse deshalb in einem Gesamtprojekt bis zur Anbindung an die B 415 erfolgen. Bei zwei Bauabschnitten bestehe die Gefahr, dass sich die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts verzögere. Dabei würde der Verkehr bis zu einer endgültigen Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts nach wie vor durch die Kaiserswaldstraße in das Industriegebiet West strömen und es keine merkliche Entlastung geben, so der Rat.

Der Appell: "Falls es dennoch unumgänglich ist, den Bau der Kreisstraße in zwei Bauabschnitten zu realisieren, so darf unserer Meinung nach die Variante 5 zum Wohle aller Bürger unseres Stadtteils im ersten Bauabschnitt auf keinen Fall ausgeschlossen werden". Denn diese leite den wesentlichen Verkehr um Kippenheim herum durch dessen Industriegebiet auf vorhandenen Straßen zur B 3, bis die endgültige Fortführung der neuen Kreisstraße erfolgt.

Bauabschnitt 1 in Variante 2 oder Variante 5 ausgeführt sei jedoch nur eine Zwischenlösung, so der Ortschaftsrat. Diese müsse in Verbindung mit flankierenden Maßnahmen, etwa einem Lkw-Durchfahrtsverbot in der Kaiserswaldstraße umgesetzt werden, bis die Variante 2 a oder 2 (eventuell optimiert) als zweiter Bauabschnitt mit Anbindung an die B415 endgültig umgesetzt wird.

Die Termine

Der Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags befasst sich bei seiner Sitzung am Dienstag, 24. November, mit der neuen Kreisstraße in der südlichen Ortenau. Am 15. Dezember ist sie dann Thema im Gesamt-Gremium.

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