Lahr Wirte sind angenehm überrascht

Lahr - Das Leben kehrt wieder in die Lahrer Innenstadt zurück. Seit Montag dürften Restaurants, Cafés oder Eisdielen Gäste wieder bewirten. Wie sehen Wirte in den Restaurants die vorsichtige Lockerung der vorher so strengen Beschränkungen?

Die Hoffnung auf Besserung ist groß 

"Wir zeigen Ihnen Ihren Platz": Mit diesem Schild werden die Gäste in der "Trattoria Da Enza" in der Vogtstorstraße begrüßt. Auf einem Tisch am Eingang steht Desinfektionsmittel, ein Stapel Papierhandtücher liegen daneben. Auf dem Boden sind Markierungen angebracht: Diese Korridore sind die Wege, die Besucher bitte nutzen sollten. Am frühen Abend ist Inhaberin Enza Geiger von der Resonanz gleich am ersten Tag der Lockerungen angenehm überrascht. "Nicht schlecht", sagt sie. Ab etwa 18 Uhr seien im Gartenbereich sechs Tische reserviert. Sie hofft, wie alle anderen Wirte in der Innenstadt bei dem Rundgang, dass es jetzt allmählich wieder besser werden würde.

Weniger Plätze wegen der Abstandsregeln

Ein ausdrückliches Lob, das ist bei allen anderen Gastronomen gleich, gilt der Geduld und dem Verständnis der Gäste. Sie hat, um die Abstandsregeln einzuhalten, im Lokal vier und im Garten zwei Tische reduziert. Da es in den Wochen, in denen kein Besuch im Restaurant erlaubt war, viele Nachfragen zu Gutscheinen gegeben hatte, ist Geiger jetzt insgesamt recht optimistisch gestimmt. Die nächsten Gäste, die kommen, ziehen vor dem Eintreten die Masken an. Alle hinterlassen ihre Kontaktdaten. So wäre im Fall der Fälle nachzuvollziehen, wer wann wo gewesen ist. Auch das ist bei allen anderen Gastronomen die gleiche Prozedur.

Pfeile als Wegweiser für den Gang um die Theke

Im "Zarko" in der Schillerstraße zeigen Pfeile auf dem Boden, wie sich Besucher um die Theke im Innenbereich bewegen sollten. Am frühen Abend sitzen die ersten Gäste allerdings alle im Garten. "Am Mittag waren alle Tische voll, die wir haben dürften." Zarko Juric war über den ersten Andrang in Zeiten der Corona-Pandemie "etwas verwundert", aber dann auch sehr erfreut. Er lobt vor allem die Vernunft der Besucher. "Es gibt keinen, der sich querstellt." Da er und das Team hinter dem Tresen und in der Küche sich aber bei den Abstandsregeln und den Hygienevorschriften gut vorbereitet haben, ist Juric genauso zuversichtlich wie die meisten der anderen Gastronomen, dass Gäste kommen und die Gastwirte diese neue Herausforderung auch stemmen können. Das klingt so: "Wir können alle Fragen beantworten."

Inhaber freuen sich auf die nächsten Tage 

Sinan Yasar, Inhaber des "Elti" in der Bismarckstraße, sieht den ersten Tag ähnlich gut. Es sei vor allem am Mittag gut gelaufen, sagt er am frühen Abend, und ergänzt: "Ich freue mich auf die nächsten Tage." Als "ganz normal" bezeichnet Dimitrios Charelas von Restaurant Filosofia in der Obertorstraße den ersten Tag. Es seien vor allem Stammkunden, die jetzt sofort wiedergekommen wären. Was hier sicher stimmt. Ein Paar bestellt einen Wein, "wie den vom letzten Mal".

Hoang Nguyen vom Restaurant Taumi in der Kirchstraße hätte sich etwas mehr Besucher gewünscht. Aber auch er ist zuversichtlich, dass sich die Besucherzahlen allmählich wieder erholen werden.

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