Lahr "Wir werden weitermachen"

Rund 70 Personen demonstrierten gestern für mehr ÖPNV und gegen die Schutterparallele. Foto: Gieger Foto: Lahrer Zeitung

Etwa 70 Personen haben am Freitag im Rahmen der "Fridays-for-Future"-Bewegung demonstriert. Die Gruppe will auch in Zukunft weitermachen – trotz der bald beginnenden Sommerferien.

Lahr. Das bestätigte Lukas Rothmann, einer der Organisatoren der Lahrer Ortsgruppe von "Fridays for Future", die für besseren Klimaschutz eintritt. Mit der Resonanz bei der Demo am Freitag, die am Max-Planck-Gymnasium startete und zur Einmündung des Hohbergwegs an der B 415 führte, wo es zu einer 30-minütigen Kundgebung kam. Man habe erst relativ spät angefangen, die Demo zu bewerben, sagte Rothmann. Zudem seien viele Abiturienten derzeit im Bewerbungsstress, andere Klassenstufen haben zum Teil derzeit Projektwochen, so der Abiturient am MPG.

Doch auch bei den Organisatoren hat man gemerkt, dass die Teilnehmerzahlen zuletzt weiter nachgelassen haben. Demonstrationen wie die gestrige werde man daher zukünftig eher an Samstagen veranstalten, sagt Lukas Rothmann. "Dann können auch Eltern mit ihren Kindern kommen und Schüler, die freitags lieber zur Schule gehen." Zudem plane man weitere Aktionen abseits der Demos. Eine davon findet bereits am heutigen Samstag auf dem LGS-Gelände statt. Um auf die Personalnot beim BGL hinzuweisen, werde man in Absprache mit dem BGL eine Gießaktion auf dem LGS-Gelände machen, so Rothmann. Denn viele Bäume dort seien durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen worden, dem BGL fehle es aber an Personal.

Dieses Mal keine Straßenblockade

Die Demonstration gestern war gegen die Schutterparallele – also die Umfahrung der B 415-Umfahrung von Kuhbach und Reichenbach – gerichtet. Unter dem Motto "Mehr Geld für ÖPNV, weniger für Straßenbau" zogen die etwa 70 – überwiegend jugendlichen – Demonstrationsteilnehmer vom Max-Planck-Gymnasium auf der B  415 bis zur Einmündung des Hohbergwegs. Wie schon zuletzt gab es hier einen Sitzstreik, allerdings nicht auf der B 415 selbst sondern im Hohbergweg.

Der Verkehr war daher kurz behindert, als der Demozug auf der Bundesstraße lief. Bei der Samstagsdemo vor zwei Wochen hatte es eine Sitzblockade an der Einmündung Tiergartenstraße/Werderstraße gegeben, die von der Polizei schnell aufgelöst wurde.

Einsatzleiter Joachim Ohnemus berichtete im Gespräch mit unserer Zeitung von einem "geschmeidigen Einsatz" ohne Zwischenfälle. Die Polizei war während der Demonstration mit etwa acht Beamten im Einsatz. Außer bei der Verkehrsregelung mussten sie aber nicht eingreifen. Ein "Routineeinsatz" also, sagte Ohnemus.

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