Lahr "Werden Spiel mit Respekt angehen"

Offenburgs Luca Ernst (am Ball) war am letzten Spieltag beim lockeren 3:0 gegen Mörsch ein Aktivposten. Foto: Jörger Foto: Lahrer Zeitung

Eine vermeintlich leichte Aufgabe hat der Offenburger FV am Sonntag gegen das Schlusslicht Oppenau zu bestreiten. Wesentlich schwerer dürfte es dagegen für den SC Lahr und den Kehler FV werden. Beide Teams erwarten ein Schwergewicht.

(jn). TuS Oppenau - Offenburger FV (Sonntag, 15 Uhr). Mit Oppenau trifft der OFV auf einen Gegner, der sich im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hat. Nach einer tollen Landesligasaison und dem Aufstieg in die Verbandsliga gelang dem eingeschworenen Team von Trainer Christian Seger ein Meisterstück, das die Mannschaft noch enger zusammenschweißte. Hinzu kommt, dass Christian Seger als langjähriger OFV-Spieler die Stärken und Schwächen des OFV sehr genau kennt und daher sein Team auf den favorisierten Gegner entsprechend taktisch einstellen wird.

"Oppenau verfügt über eine sehr kompakte Mannschaft, die versuchen wird, uns das Leben schwer zu machen, zumal es gegen defensiv eingestellte Mannschaften immer schwer wird, in der Offensive Lösungen zu finden und Chancen zu kreieren. Daher werden wir mit Respekt an die Aufgabe herangehen, wobei es für uns entscheidend auf die Abstimmung und die Laufwege sowie auf das schnelle und variable Spiel in der Offensive ankommen wird", lautet die Einschätzung von OFV-Trainer Florian Kneuker, der sich keineswegs vom Tabellenplatz des Gastgebers blenden lässt.

Personell kann Kneuker bis auf Luca Ernst, der privat verhindert ist, fast aus dem Vollen schöpfen, zumal sich Nico Schlieter und Luca Kehl nach überstandener Grippe wieder im Trainingsbetrieb befinden. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Mittelfeldspieler Eimen Kelbi nach eineinhalbjähriger Verletzungspause nach seinem gelungenen Einstand am vergangenen Wochenende der Mannschaft wieder zur Verfügung steht. (jör). FV Radolfzell - Kehler FV (Samstag, 14.30 Uhr). Im Rücken einen knappen 2:1-Heimerfolg gegen den SC Pfullendorf, hoffen die Verantwortlichen des KFV auf einen weiteren Motivationsschub. Bislang haben die Grenzstädter die letzten drei Rückrundenspiele vor der Winterpause und eines danach allesamt gewonnen. "Unser Trainer Heinz Braun hat die Mannschaft wieder in die Spur gebracht. Gegen Pfullendorf war Dynamik und Power drin. Auch nach dem Anschlusstreffer blieben die Köpfe der Spieler oben. Es war keine Resignation zu spüren, wie es phasenweise in der Hinrunde zu sehen war", lobt Kehls Sportlicher Leiter Jürgen Sax die Moral der Mannschaft.

Mit der drittstärksten Offensive der Liga wartet auf Kehl eine harte Nuss. Mit Tobias Krieger (14 Tore), Robin Niedhardt (11) und Alexander Strickler (8) haben die Seehasen gleich drei Akteure, die in den Top-Ten der Angreiferliste stehen. Das Hinspiel ging gegen Radolfzell verloren: "Es war ein grottenschlechter Kick", erinnert sich Sax. Doch nach den jüngsten Erfolgen reist der KFV-Tross optimistisch an den Bodensee: "Unsere Mannschaft ist derzeit nur schwer zu bezwingen. Wir wollen es dem Gegner so schwer wie möglich machen", sagt Sax. Dabei kann Braun wahrscheinlich auf den zuletzt erfolgreichen Kader bauen. Nur hinter dem Einsatz von Kemal Sert steht noch ein Fragezeichen. (skl). SC Lahr - FC Auggen (Samstag, 15.30 Uhr). Vor der Saison hatte Lahrs Trainer Oliver Dewes den FC Auggen noch als einen der Titelkandidaten ausgemacht. Daraus dürfte bei 13 Punkten Rückstand auf die Spitze zwar nichts mehr werden, dennoch steht der kommende Kontrahent des Sportclubs mit dem siebten Platz gut da. Dort wo Auggen jetzt steht – und zwar in den sicheren Gefilden der Tabelle – da würde die Dewes-Elf auch gerne hin. Doch stattdessen geht es als Tabellenzwölfter mit lediglich einem mageren Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze einzig um den Verbleib in der Verbandsliga. Beim Hinspiel in Auggen lieferte der SC eine starke Leistung ab, belohnte sich beim 1:2 aber nicht für eine couragierte Vorstellung.

Da mit Ümit Sen (OP nach Wadenverletzung) und Ousman Bojang (Bruch der Augenhöhle) gleich zwei Offensivkräfte ausfallen, rückt Yannic Priéto wieder ins Sturmzentrum. "Wir dürfen uns nicht durch die letzte Niederlage zurückwerfen lassen. Unsere Aufstellung und das System sind noch offen. Das wird eine Bauchentscheidung", sagt SC-Coach Oliver Dewes. Und Trainerkollege Danny Singrin ergänzt: "Wir sind aber immer für Tore gut."

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