Lahr Wer sieht eigentlich was?

Genau hinschauen lohnt sich: Die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook können vom Nutzer angepasst werden. Foto: Archiv

Lahr (ale). Facebook ist das meistgenutzte soziale Netzwerk der Welt und immer wieder Bestandteil von Debatten, wenn es um das Thema Datensicherheit geht. Dabei haben Nutzer die Möglichkeit, die Sicherheitseinstellungen ih­res Profils anzupassen. Hierzu hat der US-Konzern eine Werbekampagne gestartet.

In selbst aufgezeichneten Videos lassen sich Nutzer in diesen Werbespots über ihre Sorgen aus: Was, wenn mein Chef mich auf Partyfotos vom Wochenende findet? Warum bekomme ich ständig Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich gar nicht kenne? Oder: Wie kann ich Bilder von meiner Familie mit meinen Freunden teilen, ohne dass ich Angst davor haben muss, dass die Bilder in falsche Hände gelangen?

Am Ende der Werbespots zeigt Facebook auf, wie die Nutzer ihre Probleme lösen können. So lässt sich in den Privatsphäre-Einstellungen zum Beispiel einschränken, wer das eigene Profil finden kann und welche Infos für wen sichtbar sind. Auch lassen sich die Kontakte in verschiedene Gruppen einteilen und unerwünschte Personen oder Seiten blockieren.

Im Online-Hilfebereich finden sich Tipps zur Sicherung des eigenen Accounts. So gibt es eine Funktion, die den Nutzer warnt, wenn ein Anmeldungsversuch auf einem bislang unbekannten Endgerät vorgenommen wird.

Es ist sogar möglich, einen sogenannten "Nachlasskontakt" einzurichten, der im Falle des eigenen Ablebens auf den Account zugreifen und ihn verwalten oder löschen kann. Dabei kann er jedoch keine Beiträge ändern oder entfernen und nicht auf private Nachrichten zugreifen.

Sebastian Biedermann, selbstständiger Berater für IT-Sicherheit, weiß: "Die großen sozialen Netzwerke nicht zu benutzen ist heutzutage besonders für junge Menschen gleichzusetzen mit sozialer Isolierung." Dennoch warnt der Experte vor einem leichtsinnigen Umgang mit den eigenen Daten in sozialen Netzwerken: "Einmal abgeschickt ist weg – einen Zurück-Knopf gibt es nicht." Er hält es für sinnvoll, die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook zu prüfen und anzupassen. "Aber dabei geht es immer nur um das Teilen der Inhalte mit anderen Nutzern und nicht mit Facebook selbst", betont er.

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