Lahr Weinprinzessin: "Wir freuen uns riesig mit ihr"

, aktualisiert am 16.08.2019 - 18:12 Uhr
Von klein auf mit der Arbeit im Weinberg vertraut: Die 20-jährige Lisa Bader aus Hugsweier repräsentiert ein Jahr lang die Weinbauregion Breisgau. Foto: Thürling

Lahr/Emmendingen - Die neue Weinprinzessin im Breisgau kommt aus Hugsweier: Lisa Bader wurde am Freitagabend zur Eröffnung des Breisgauer Weinfests in Emmendingen gekrönt. "Wir freuen uns riesig", sagte Hugsweiers Ortsvorsteher Hansjakob Schweickhardt.

Lisa Bader repräsentiert damit ein Jahr lang die Breisgauer Weine. Die 20-Jährige ist "von klein auf mit der Arbeit im Weinberg" vertraut, die ihr großen Spaß bereitet: Ihre Eltern sind Winzer im Nebenerwerb und Mitglied der Winzergenossenschaft Lahr, ihr Vater ist Hugsweiers designierter Ortsvorsteher Georg Bader. Ihr Bruder studiert Weinbau und Oenologie, er kann ihr damit im neuen Amt zur Seite stehen.

Auf der Landesgartenschau 2018 in Lahr betreute Lisa Bader zeitweise den Weinstand der Breisgauer Winzer und präsentierte den Gästen deren Weine. Dies muss den Besuchern so gut gefallen haben, dass sie angesprochen wurde, ob sie sich als Breisgauer Weinprinzessin bewerben möchte, berichtete Lisa Bader. Sie freut sich sehr, dass sie dies nun erreicht hat, und ist gespannt, was alles auf sie als Weinprinzessin zukommt. Momentan studiert Lisa Maschinenbau in Offenburg. Beruflich möchte sie sich später auf die im Weinbau eingesetzte Technik konzentrieren.

Auch Hugsweier Ortsvorsteher Hansjakob Schweickhardt freute sich sehr: "In wenigen Tagen endet nach 27 Jahren meine Amtszeit als Ortsvorsteher. Ich frage Sie nun, gibt es ein schöneres Abschiedsgeschenk, zumal mein designierter Nachfolger Georg Bader auch der Vater von Lisa ist?", sagte er am Freitagabend in Emmendingen. "Wir alle in Hugsweier freuen uns riesig mit dir. Wir sind zu Recht mächtig stolz, dass du die Wahl gewonnen hast", so Schweickhardt an die Adresse der neuen Weinprinzessin. Nun habe der Stadtteil Hugsweier nach genau 20 Jahren wieder eine Weinhoheit und dürfe sich ›Residenz‹ der Breisgauer Weinkönigin nennen, sagte Schweickhardt. Vor zwei Jahrzehnten war Sandra Noll – ebenfalls aus Hugsweier – Breisgauer Weinprinzessin. Auch im Namen von Oberbürgermeisters Wolfgang G. Müller gratulierte der Ortsvorsteher der Weinprinzessin.

Zur Wahl als Weinprinzessin hatten sich zwei Kandidatinnen gestellt. Vor der elfköpfigen Jury mussten Fragen zu den Rebsorten, zum Weinanbau und -ausbau beantwortet werden. In einer Probe mussten die Kandidatinnen einen Wein erkennen und wurden anhand der Qualität ihrer Weinbeschreibung und -ansprache beurteilt. Lisa Bader erkannte den Weißburgunder ganz eindeutig, zumal es sich um ihren Lieblingswein handelt. "Beide Kandidatinnen waren fast ebenbürtig", betonte Georg Moosmann, Bereichsvorsitzender Breisgau des Badischen Weinbauverbands. Die Entscheidung sei somit nicht leicht gewesen.

Tipps von Vorgängerin Claudia Vetter

Lisa Bader wurde von der Badischen Weinkönigin Sina Erdrich gekrönt.  Claudia Vetter, Weinprinzessin 2018/19, resümierte, dass sie in ihrer Amtszeit 70 bis 80 Termine absolvierte. Dabei konnte sie sich auf vielseitige Unterstützung aus Kreisen der Winzer, vom Weinbauverband und der Familie verlassen. Durch gegenseitigen Austausch mit Weinhoheiten anderer Weinbaubereiche entstanden im Laufe des Jahres sogar enge Freundschaften. Ihrer Nachfolgerin rät sie, das Jahr mit den vielzähligen Kontakten zu Winzern und Weininteressierten mit Freude zu genießen.

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