Lahr Wahlbeteiligung sinkt in allen Kommunen

Felix Bender und Aline Fischer
Auszählung im Ettenheimer Rathaus: Die Wahlbeteiligung ging in allen Kommunen in der südlichen Ortenau zurück, sie lag am Sonntag bei 64,2 Prozent. Foto: Decoux-Kone

Landtagswahl: Wie in den Städten und Gemeinden rund um Lahr abgestimmt wurde / CDU nur noch in zwei Orten vorne

Die Grünen bleiben oben, die CDU schmiert weiter ab, während SPD und AfD verlieren und die FDP zulegt: Der Landestrend schlug in die südliche Ortenau durch. Die Wahlbeteiligung ging im Lahrer Umland von fast 70 auf 64,2 Prozent zurück.

Seelbach: In Seelbach machten 67 Prozent der Wahlberechtigten ein Kreuz (2016: 74,8 Prozent), die meisten bei den Grünen. Sie kamen auf 38 Prozent, ein Plus von gut sechs Prozent im Vergleich zu 2016. Die CDU ließ Federn, kam nur auf 24,4 Prozent (2016: 28,7). Auch die AfD verlor, von 13,7 auf acht Prozent. Während die SPD von 13 auf 10,8 absackte, ging es für die FDP von 7,5 auf 10,2 Prozent hoch.

Schuttertal: Die Wahlbeteiligung ging auch in Schuttertal zurück, wenn auch weniger deutlich – von 72,5 auf 69,1 Prozent. Großer Gewinner sind die Grünen (31,8 Prozent; +5,6), die weiter Boden auf die CDU (38,2; -5,4) gut machten. Die AfD holte 6,8, die SPD 6,5 Prozent, was einen Verlust von vier beziehungsweise zwei Prozent bedeutet. Für die FDP ging es hingegen von 6,1 auf 8,4 Prozent nach oben.

Friesenheim: Bei einer Wahlbeteiligung von 63 Prozent (2016: 65,9) thronen die Grünen mit 33,4 Prozent (+1,9) in Friesenheim ganz oben. Die CDU verlor 4,5 Prozent, kommt jetzt auf 24,3 Prozent der Stimmen. Die SPD holte zwölf Prozent und verlor damit zwar 1,8 Prozent, überholte in der Gemeinde aber die AfD, die um 5,2 auf neun Prozent absackte. Zugelegt hat die FDP um drei auf 9,1 Prozent.

 Meißenheim: Auch in Meißenheim bleibt die Kretschmann-Partei mit einer Steigerung von 2,1 auf 31,2 Prozent weiter vorne. Die CDU (21,6 Prozent) verliert vier Prozent, die SPD (15,6 Prozent) 2,6 und die AfD (9,2 Prozent) 3,6. Hinzugewonnen hat die FDP, um zwei ging es hoch auf 9,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Meißenheim lag bei 65,9 Prozent, 4,4 Prozent weniger als noch im Jahr 2016.

 Schwanau: Die Zahl der Wähler ging auch in Schwanau zurück, von 69,3 auf 64,4 Prozent. Die Grünen holten 28,9 Prozent (2016: 26,3), gefolgt von der SPD mit 18,8 Prozent (-1,5). Knapp dahinter folgt die CDU mit 18,3 Prozent, was ein Minus von rund fünf Prozent bedeutet. Noch mehr Abstriche musste die AfD machen, sie fiel von 17,1 auf 11,7 Prozent. Freuen darf sich die FDP, die 3,2 Prozent zulegte (10,5 Prozent).

Ettenheim: In der Rohan­stadt ging die Wahlbeteiligung um gut fünf Prozent auf 63,7 Prozent zurück. Die Grünen büßten fast zwei Prozent ein, liegen bei 32,4 Prozent. Noch härter traf es die CDU, sie sackte von 26,3 auf 18,6 Prozent ab. Während AfD (10,8) und SPD (10,1) Verluste hinnehmen mussten, war die FDP der große Gewinner. Die Liberalen konnten ihr Ergebnis von 6,1 auf 13,1 Prozent mehr als verdoppeln.

Kippenheim: War Kippenheim 2016 noch die Umlandgemeinde mit der höchsten Wahlbeteiligung (76 Prozent), machten nun nur noch 60,5 der Berechtigten ihr Kreuzchen. Die meisten entfielen auf die Grünen (29,1 Prozent), die vor der CDU (20,7), der AfD (11,5), SPD (11) und der FDP (9,9) liegen. Lokalmatador Matthias Stulz von den Freien Wählern kam in seinem Heimatort auf 10,7 Prozent.

 Mahlberg: Die niedrigste Wahlbeteiligung im Umland hatte Mahlberg mit 57,8 Prozent, was ein Minus von  4,9 Prozent bedeutet. Die Grünen legten im Vergleich zu 2016 um ein Prozent auf 32,8 zu. Auch die FDP verbuchte ein Plus, um 2,3 Prozent ging es hoch auf 8,6. Die CDU verlor zwei Prozent, liegt jetzt bei 22,7 Prozent. Runter ging es auch für die AfD – von 14,6 auf elf Prozent – und die SPD – von 14,1 auf 10,5 Prozent.

 Kappel-Grafenhausen: Der große Verlierer in der Doppelgemeinde ist die AfD. Sie büßte 6,8 Prozent der Stimmen ein, kommt nur noch auf acht Prozent und liegt damit hinter FDP (8,9 Prozent; + 2,6) und SPD (8,8 Prozent; -2,4). Ganz vorne finden sich weiterhin die Grünen, die ein Prozent dazugewannen (33,7), vor der CDU, die mit 28,2 Prozent stabil blieb. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 Prozent (2016: 67).

Rust: Ähnliches Bild in der Europa-Park-Gemeinde, wo die AfD 6,8 Prozent verlor und bei 9,3 Prozent landete. Ganz vorne bleibt zwar die CDU mit 27,9 Prozent (- 2,9), aber nur noch hauchdünn vor den Grünen, die 27,4 Prozent (+ 1,8) holten. Auf Platz drei liegen die Sozialdemokraten, die um 4,1 auf 11,3 absackten. Die FDP gewann 3,9 Prozent und ist damit fast zweistellig (9,9). 63,1 Prozent der Ruster haben gewählt (2016: 64,9).

 Ringsheim: In Ringsheim gab es eine Wachablösung. Die Grünen legten um 5,1 Prozent zu und überholten mit nunmehr 34,2 Prozent die CDU (28,5 Prozent), die 4,1 Prozent verlor. Dahinter liegen FDP (10,4; + 3), SPD (9,5; - 2) und AfD, die mit 5,9 Prozent mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verlor (5,4). Die Wahlbeteiligung sank von 72,8 vor fünf Jahren auf jetzt 68,9 Prozent.

Ergebnisse aus Neuried siehe Wahlkreis Offenburg.