Lahr Viel Handlungsbedarf, aber auch einige Lichtblicke

Lahr. Wie sieht es auf den Spielplätzen in Lahr aus? Mitglieder des SPD-Ortsvereins und der Gemeinderatsfraktion haben zum Ende der Sommertour exemplarisch drei Plätze besichtigt. Richard Sottru, Abteilungsleiter öffentliches Grün, und Mitarbeiterin Christina Volz stellten dabei die Plätze und deren Defizite vor.

 

Eine Überraschung gab es auf der Anlage Turmstraße/Liebensteinstraße. Eine Anwohnerin, die aber ihren Namen nicht nennen wollte, erklärte detailliert, was hier – nicht nur aus ihrer Sicht – zu beanstanden sei. Erfreulich war ihre erste Botschaft: Dieser Spielplatz werde tagsüber regelmäßig sehr gut besucht "Der Kindergarten in der Alleestraße nutzt den Platz als Außenbereich." Das übliche Ärgernis: Abends sei der Platz ein regelmäßiger Treff für Jugendliche. Der Sand sollte ausgetauscht werden, moniert die Anwohnerin weiter. Hier, das bestätigte Sottru, bestehe aus Sicht der Verwaltung viel Handlungsbedarf. Es sollen laut der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt in den Jahren 2019 und 2020 etwa 400 000 Euro für eine komplette Erneuerung bereitgestellt werden. Der Platz soll begradigt und der gesamte Untergrund samt neuen Geräten neu angelegt werden. Die Trafostation wird allerdings bleiben. Sie wird dann Teil einer neuen Planung werden.

Die Gemeinderäte Roland Hirsch und Walter Caroli gaben in der Diskussion zu bedenken, dass der Gemeinderat bei den Haushaltsberatungen generell Sorge tragen sollte, dass die knapp 40 Spielplätze in der Stadt regelmäßig auf einen ordentlichen Zustand hin überprüft werden sollten.

Der Spielplatz im Werderpark ist da ein Beispiel, dass ein Spielplatz nach einer Sanierung gut angenommen werde. Sottru ergänzte: Wenn der Platz von vielen genutzt werde, geschehe auch weniger Missbrauch. So hat der BGL die Wege neu angelegt. Daher diene der Park und der Spielplatz vielen Anwohnern auch als Weg, was wiederum bedeutet, dass die Anlage eine entsprechende Wertschätzung habe. Pläne, wie der Platz weiter gestaltet werden kann, gibt es aber auch hier. So denke man daran, den dicht bewachsenen Uferbereich in Richtung Rathausplatz durchlässiger zu machen, sodass das Ufer unmittelbar an der B 415 den Park optisch begrenzen würde. Eine Mauer, die es da noch gibt, sei intakt. Daher könne diese hier integriert werden. Die Gewässerdirektion im Kreis würde dies fördern.

Den Auftakt machte die Gruppe am etwas abseits gelegenen Spielplatz Fichtestraße. Auch hier besteht laut Stadtverwaltung viel Handlungsbedarf. In den Haushaltsjahren 2019 und 2020 stehen hier jeweils 50 000 Euro an Finanzmitteln zur Verfügung. Die Anschaffung eines neuen Klettergerüsts ist bereits ausgeschrieben.

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