Brände beeinträchtigen Urlaubspläne der Lahrer Urlaub unter Ascheregen

Bodrum: Ein Mann geht mit einem Hund durch rauchverhangene Luft an einem Strand entlang. Foto: Tazegul

Lahr - Europas Urlaubsparadiese kämpfen gegen lodernde Brände und Hitzerekorde. Wetterexperten machen wenig Hoffnung auf baldige Besserung. Für Urlauber wird dadurch das Reisen in den Süden, neben den Corona-Regeln, nicht wirklich einfacher.

Verkohlte Landstriche, Rauchschwaden und Ascheregen, vielerorts wüten Brände an Südeuropas beliebten Reisezielen. Allein in der Türkei wurden, laut Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa), seit Mittwoch vergangener Woche 150 Brandherde gezählt. Aber auch Erholungsorte in Griechenland, Italien und Spanien sind betroffen.

Was bedeutet das für Reisebüros aus der Region und für die erholungssuchenden Urlauber?

Reisestudio in Ettenheim: "Die Leute sind aktuell auf Vorsicht eingestellt", bedauert Reisestudioleiterin Carin Furtwängler die derzeitige Lage. Zu den sowieso strikten Bestimmungen bei Ein- und Rückreise aus Hochinzidenzgebieten kommen die verheerenden Brände nun hinzu, eine Verunsicherung für ihre Kunden. Schwierig für Furtwängler bei stets wechselnden Verordnungen, den Durchblick zu behalten. Ein paar Anrufe von verunsicherten Kunden habe sie bereits erhalten. Gerade bei Neubuchungen für Reisen nach Griechenland und in die Türkei sei gerade Zurückhaltung zu verspüren. Im Fall der Brände seien Reisebüros auf die Informationen der Veranstalter angewiesen, die hinter den Reisen stehen. Deren Aufgabe sei es die Lage vor Ort zu überprüfen – so auch für die Flammenkatastrophe. Stand Dienstagabend sei keine der Buchungen ihrer Kunden betroffen, doch beruhigt ist Furtwängler nicht – "das kann sich in den nächsten Tagen ganz schnell ändern."

Reisebüro Goldener Cent Lahr: "Erst Corona, jetzt die Brände, das ist sehr viel für unser Reisebüro", ärgert sich Elena Böhm, der es Schwierigkeiten zu bereiten scheint, in diesem doch speziellen Reise-Sommer den Durchblick zu behalten. Die Stornierungsmodalitäten von Urlauben in Brandgebieten würden aktuell noch von den Reiseveranstaltern diskutiert. Genaue Auskünfte kann Böhm hierzu deshalb noch nicht geben. Dass bisher noch keiner ihrer Kunden eine Stornierung angefragt hat, freut die Reisefachfrau. "Die Kunden, die Reisen in die betroffenen Ländern, zum Beispiel in die Türkei, gebucht haben, bleiben bisher auch bei ihren Buchungen", berichtet sie. Anrufe von verunsicherten Kunden, davon gebe es vor allem in Corona-Zeiten eine Menge.

Bei Neubuchungen seien die Kunden zurückhaltend, speziell bei Griechenland, bei Italien-Reisen sei die Skepsis weniger groß.

Laut dpa sei auch bis Ende der kommenden Woche in allen drei Ländern, Türkei, Italien und Griechenland, kein Niederschlag in Sicht. Für die nächsten zehn Tage halte das trocken-heiße Wetter an. Wenn Winde einsetzten, könnte es zu verheerenden Feuern kommen.

  • Bewertung
    2