Lahr Die Anekdoten über OB Müller

Die Frage der Anrede: In seiner Abschiedsrede erinnerte Müller an den verstorbenen Obdachlosen Alfons Nowack. Der habe ihn gefragt, wie er ihn ansprechen solle. "Ich erwiderte, wenn ich offiziell unterwegs bin, gerne als Herr Oberbürgermeister. Ansonsten ist Dr. Müller oder Herr Müller okay", erzählte der OB. Nowack habe darauf gesagt: "Ja, gut, dass ich das jetzt weiß. Wir, die wir in der Öffentlichkeit stehen, haben es ja nicht einfach."

Die Nackte im Ernet: Bei einer Bürgersprechstunde habe ihn eine Dame aus dem Ernet bei zwei Problemen um Hilfe gebeten: 1. Die zum Trocknen im Garten aufgehängte Wäsche würde immer wieder gestohlen. 2. Die Nachbarin auf der anderen Straßenseite würde nackt in der Wohnung herumlaufen. "Herr Oberbürgermeister, helfen Sie!", so die Frau. Müller: "Ob es zwischen der Nacktheit und der gestohlenen Wäsche einen Zusammenhang gab, haben wir nie herausgefunden."

Fitte Jubilare: "Die Besuche bei Jubilaren sind in Städten unserer Größenordnung noch möglich", sagte der OB. Oft seien die Jubilare noch erfrischend fit und gut aufgelegt, so Müllers Beobachtung. Wiederholt habe er beim Besuch von 90-Jährigen auf die Frage "Wie geht es Ihnen" die Antwort erhalten: "Herr Oberbürgermeister, mir geht es gut, aber wissen Sie, um mich herum gibt es nur alte Leute."

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