Lahr TV Herbolzheim verschenkt den Sieg in der Schlussphase

Niklas Pommeranz lieferte mit sieben Treffern erneut eine starke Leistung ab. Foto: Heck

(smü). Landesliga Nord, HSG Ortenau Süd – TuS Großweier 33:25 (17:11). Die HSG ist nach dem souveränen Sieg gegen Großweier wieder Tabellenführer der Landesliga Nord. Bis zur 17. Spielminute sahen die zahlreichen Zuschauer jedoch noch eine offene Begegnung, bei der sich bis zum 9:9 keines der beiden Teams absetzen konnte. Dann war es die HSG, die immer besser in Fahrt kam und sich eine erste Drei-Tore-Führung zum 13:10 herauswerfen konnte. In dieser Phase stabilisierte die Reith-Sieben die Deckung und auch HSG-Torhüter Stephan Richini zeigte einige starke Paraden. Bis zum Seitenwechsel konnte der Gastgeber auf 17:11 davonziehen. Großweier nutzte nach der Pause einige Unkon zentriertheiten der HSG, um auf 16:18 heranzukommen. Über 24:21 und 26:21 zog die HSG jedoch in Folge bis auf 29:21 davon. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war am Ergolg der Heimmannschaft nicht mehr zu rütteln.

HSG Ortenau Süd: Richini, Panther, Betzler 5/1, Fimm 2, Kuhnigk 3, Leufke, Göpper 7/2, S. Ruf 1, Peter 1, Wilhelm 7, Bolz 4, Herzog 2, Schilli 1.

(red/eb). Landesliga Nord, TuS Oppenau - TuS Schuttern 32:27 (16:13). Von Beginn der Partie an legten die hochmotivierten Gastgeber vor und gestatteten den Gästen nicht eine Führung. Über 4:2 (6.) und 7:4 (11.) wurde bis zur 23. Minute ein Vier-Tore-Vorsprung herausgespielt. Bereits da wurde klar, dass die Abwehr des TuS Schuttern samt Torhütern einen miserablen Tag erwischt hatte. Während der gesamten Spielzeit gelang es unter anderem nicht, Alexandru Micu in den Griff zu bekommen. Ob selbst als Torschütze oder noch besserer Vorbereiter sorgte er fast im Alleingang dafür, dass Oppenau jederzeit Herr im Hause war. Auch der Angriff der Gäste tat sich ungewohnt schwer. Immer wieder lief man sich an des Gegners Abwehr fest. So baute die Heimmanschaft ihren Vorsprung kontinuierlich auf bis zu sieben Tore (29:22, 54. Minute) aus und wäre auf Schutterner Seite Samet Gündogdu (acht seiner zehn Tore in Hälfte zwei) nicht zur Hochform aufgelaufen, für die Gäste hätte es ganz düster ausgesehen. Letztendlich fiel die 32:27 Niederlage noch gnädig aus.

TuS Schuttern: Silberer, Krajnc; Krug 2/1, Kopf 5/5, Leberl, John 1, Gambert, Lischke 2, Nienstedt 3, Bürkle, Eble 4, Wendlinger, Gündogdu 10.

(tom). Landesliga Süd: TV Herbolzheim – TV Pfullendorf 26:29 (10:13). Vor Wochenfrist den Primus entzaubert, am Donnerstag in eigener Halle überraschend gestolpert – Herbolzheim pendelte innerhalb weniger Tage zwischen den Extremen. Coach Mario Reif sah in Summe mehrere Faktoren: "Wir waren alle mit dem Kopf nicht da, sind über das gesamte Spiel die technischen Fehler nicht los geworden". Gerade die Schwächen beim Spiel an den Kreis wussten agile Gäste auszunutzen, immer wieder geschickt zu kontern. Pfullendorf kreuzte überlegt, tauchte in die Tiefen des sich bietenden Raums, kam so zu Treffern. Die Gäste legten immer wieder vor im ersten Abschnitt. Ab dem 7:11 (23.) schien Herbolzheim das Spiel ausgeglichener gestalten zu können. Dennoch blieb es bis zur Pause beim Rückstand. Nach dem Seitenwechsel herrschten schnell ausgeglichene Verhältnisse, was kurioserweise Pfullendorf mehr half als Herbolzheim. Ab dem 13:13 (33.) herrschte ein Spiel auf Augenhöhe, wobei Reif ein weiteres Problem sah: "Wir haben uns schwer getan beim Absetzen, neben den Fehlern aus der ersten Hälfte auch zu oft unüberlegt abgeschlossen." Über 19:19 (45.) brachen verhängnisvolle letzte neun Minuten an, die sich Herbolzheims Coach vor allem selbst ankreidete. Beim 22:21 (51.) hielt Frank Klomfaß einen wichtigen Siebenmeter, doch Reif wechselte wieder im Tor. Ein Fehler, so Reif, denn trotz einer 26:23-Führung (56.) kam Hektik auf bei den Gastgebern. Im Eifer der Emotionen unterlief auf TVH-Seite beim Versuch, den siebten Feldspieler zu bringen, ein Wechselfehler. Das bedeutete für die restliche Spielzeit Unterzahl, als Resultat ging die Sicherheit flöten. Pfullendorf hatte zuvor mit Manndeckung gegen die Halbpositionen reagiert, schaffte in der Schlussphase eine Serie zum 26:29-Endstand. "Die in Freiburg gewonnenen Bonuspunkte haben wir jetzt unnötig vergeigt. Das Spiel darfst du nicht verlieren, auch wenn Pfullendorf seine Chance, als es darauf ankam, clever genutzt hat", fasste Reif zusammen.

TV Herbolzheim: Ohnemus, Klomfaß, Walter; Mokosch, B. Pommeranz 2, Troxler, Minder, N. Pommeranz 7, Klausmann 4, Guth, Brandt, Reymann, J. Pommeranz 4, Knezovic 9/6.

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